Hamburger SV: Schmerzgrenze bei Douglas Santos?

Spekulationen um Saulo Decarli und Joseph Baffo

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 19.11.20 | 11:19
Saulo Decarli

Könnte beim HSV ein Thema werden: Saulo Decarli (l.) © Imago

Mit dem 3:1-Sieg gegen den AS Monaco hat der Hamburger SV am Samstag seine gute Form erneut bestätigt. Vor dem ersten Zweitliga-Spiel der Vereinsgeschichte am Freitagabend gegen Holstein Kiel ist die Stimmung rund um den ehemaligen Bundesliga-Dino mit einer Mischung aus Zuversicht und Euphorie geprägt, die natürlich mit einem Auftakterfolg erhalten werden soll.

Während es im Angriff danach aussieht, als würde Kapitän Aaron Hunt den Vorzug vor Pierre-Michel Lasogga erhalten, ist Douglas Santos auf der linken Abwehrseite gesetzt. Der Brasilianer ist vielmehr sogar als Schlüsselspieler eingeplant. Sportvorstand Ralf Becker reiste noch vor dem Trainingsauftakt eigens nach Brasilien, um Douglas Santos noch während dessen Urlaub die höchste Wertschätzung zu versichern.

Allerdings ist nun offenbar nicht mehr ganz sicher, dass der 24-Jährige auch tatsächlich in Hamburg bleibt. Nachdem kurz nach Ende der vergangenen Saison eine wenig lukrative Offerte der PSV Eindhoven ohne langes Überlegen abgelehnt wurde, scheinen sich neue Interessenten wie möglicherweise der VfL Wolfsburg in Stellung zu bringen. Und laut Bild gäbe es beim HSV für den Fall eines attraktiven Angebots durchaus eine Schmerzgrenze.

Sollte ein anderer Verein ein zweistellige Millionenablöse bieten, könnte man beim HSV ins Grübeln geraten. Wohl auch deshalb, weil Einnahmen in dieser Größenordnung eigene Transfers, die sich Trainer Christian Titz durchaus noch wünscht, erleichtern würden.

Kein Druck dank van Drongelen und Bates

Klar ist, dass nach den Verletzungen von Gideon Jung und Kyriakos Papdopoulos noch ein Innenverteidiger kommen soll. Zusätzlich zu den schon kursierenden Namen Ermin Bicakcic (TSG 1899 Hoffenheim) und Carlos Zambrano (Dynamo Kiew) bringt der „Kicker“ (Ausgabe 62/2018 vom 30.07.2018) zwei weitere Kandidaten ins Gespräch, allerdings ohne dass ein Hamburger Interesse bereits bestätigt wäre und bisher nur auf spekulativer Basis.

So nennt das Fachblatt den Schweden Joseph Baffo, der seit seinem Vertragsende bei Eintracht Braunschweig am 30. Juni ohne Klub ist, nach einem überstandenen Kreuzbandriss aber wieder fit wäre. Ebenfalls zum Kandidaten werden könnte laut „Kicker“ mit Saulo Decarli ein weiterer, ehemaliger Braunschweiger. Der Schweizer, der letzten Sommer zum FC Brügge wechselte, dort aber keine große Rolle spielt, war bereits im Frühjahr 2017 ein Thema.

Weil Rick van Drongelen und David Bates ihre Sache in der Vorbereitung sehr gut machten, haben die HSV-Verantwortlichen freilich keinen Druck und können in Ruhe nach der sportlich wie wirtschaftlich passenden Lösung suchen.

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