HSV: Abnehmer für Julian Pollersbeck in Sicht

Neue Spekulationen um Abschied des Schlussmanns

Julian Pollersbeck

Nur noch die Nummer drei: Julian Pollersbeck.

Obwohl Daniel Heuer Fernandes das zurückliegende Halbjahr nicht kritiklos überstanden hat, sind die Rollen im Tor des Hamburger SV klar verteilt. Der Neuzugang von Darmstadt 98 bestritt sämtliche Pflichtspiele über die volle Distanz und ist als Nummer eins gesetzt. Als Vertreter des 27-Jährigen fungiert in der Regel Tom Mickel, der nur Mitte Dezember beim 1:1 in Sandhausen aufgrund von Hüftproblemen nicht als Ersatzmann auf der Bank saß.

In Sandhausen rückte dafür Julian Pollersbeck in den Kader, der ansonsten ein tristes Dasein als chancenlose Nummer drei fristet. Der U21-Europameister von 2017 musste sich mit fünf Einsätzen für die zweite Mannschaft in der Regionalliga begnügen und wird aller Voraussicht nach auch in der Rückrunde in den Überlegungen von Trainer Dieter Hecking keine andere Rolle spielen.

Anders als im Sommer, als Pollersbeck noch die Hoffnung hatte, den neuen Coach von sich überzeugen und die Rückkehr zwischen die Pfosten schaffen zu können, glaubt der 25-Jährige nun nicht mehr an eine persönliche Wende beim HSV und soll laut der Morgenpost bei seinem Berater Roger Wittmann den Wunsch nach einer Veränderung hinterlegt haben.

Interessenten aus der Hauptstadt?

Die Morgenpost nennt mit Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin zwei mögliche Interessenten für Pollersbeck, wobei die Spekulationen in diese Richtung bisher noch recht vage sind.

Klar dürfte derweil sein, dass der HSV dem 2017 für 3,5 Millionen Euro vom 1. FC Kaiserslautern gekommenen Schlussmann keine größeren Steine mehr in den Weg legen wird. Vielmehr wäre man in Hamburg inzwischen wohl froh, den noch bis 2021 gebundenen Keeper von der Gehaltsliste zu bekommen. Die einstigen Investitionen auch nur annähernd wieder hereinzuholen, ist indes wenig wahrscheinlich.