HSV: Abschied von Pollersbeck wohl kein Thema mehr

Torhüter fällt mehrere Wochen aus

Julian Pollersbeck im Training.

Julian Pollersbeck erlebt in Hamburg keine leichte Zeit. ©imago images/Michael Schwarz

HSV-Trainer Dieter Hecking erklärte beim Trainingsauftakt den Kampf um die Hierarchie auf der Torhüter-Position für neu eröffnet. Die Chance, sich nach einem halben Jahr als Nummer drei wieder für mehr zu empfehlen, wird Julian Pollersbeck allerdings nicht ergreifen können: Wie die „Rothosen“ am Mittwoch mitteilten, zog sich der Keeper im Training einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu und fällt zwischen vier und sechs Wochen aus.

Während somit vor dem Liga-Start gegen Nürnberg am 30. Januar klar ist, dass der HSV auch in die Rückrunde mit dem Duo Daniel Heuer Fernandes und Tom Mickel startet, dürfte der seit längerem angedachte Abgang von Pollersbeck ebenfalls vom Tisch sein.

Auch in der Rückrunde wohl nur die Nummer Drei

Während der Markt für den Torhüter, der in der Hinrunde lediglich fünf Einsätze für die Regionalliga-Mannschaft verbuchen konnte, ohnehin äußerst klein war und in den vergangenen Wochen nur aus vagen Spekulationen bestand, dürfte die Ausfallzeit nun auch die letzten Interessenten abschrecken.

Denn zusätzlich zur fehlenden Spielpraxis verpasst Pollersbeck nun auch die gesamte Vorbereitung, sei es beim HSV oder einem potentiellen neuen Klub. Dieses Gesamtpaket dürfte dafür sorgen, dass der einstige U21-Nationalspieler noch mindestens bis Sommer an der Elbe bleibt.

Im Hinblick auf die Rückrunde würde es überraschen, sollte sich an der Hierarchie zwischen den Pfosten etwas im Vergleich zur Vorrunde ändern. Zwar agierte Heuer Fernandes nicht immer fehlerfrei, darf sich aber trotzdem der Rückendeckung von Hecking sicher sein. „Man muss sehen, dass Daniel es sehr gut gemacht hat“, gab der 55-Jährige im Rahmen des Trainingsauftaktes gegenüber der Bild (Ausgabe vom 07.01.2020) zu Protokoll, mit dem Sommer-Neuzugang aus Darmstadt zufrieden zu sein.