HSV: Drei Fragezeichen vor dem Derby

Hecking muss umbauen

Aaron Hunt beim Auswärtsspiel in Sandhausen.

Nach rund zwei Monaten könnte Aaron Hunt erstmals wieder in der Hamburger Startelf stehen. ©imago images/Jan Huebner

Neben wichtigen drei Punkten im Aufstiegsrennen geht es für den HSV im Derby auch ein Stückweit um Wiedergutmachung. Schließlich hatte der FC St. Pauli den „Rothosen“ am 6. Spieltag die erste Saison-Niederlage zugefügt. Um die Serie von mittlerweile sechs ungeschlagenen Spielen auszubauen und den direkten Aufstiegsplatz zu festigen, warten auf Trainer Dieter Hecking aber noch knifflige Entscheidungen.

Adrian Fein meldete sich am Dienstag zurück, absolvierte aber lediglich das Training mit der Reha-Gruppe um Jan Gyamerah und Josha Vagnoman. Nach seiner Jochbein-Fraktur beim Heimsieg über Karlsruhe und der anschließenden Operation trug der 20-Jährige dabei eine Maske.

Ein Einsatz im Derby ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, darf doch davon ausgegangen werden, dass die Zweikämpfe von beiden Teams nicht gerade zimperlich geführt werden. Gideon Jung dürfte als alleiniger „Sechser“ somit auch gegen den FCSP gesetzt sein.

Wer ersetzt Dudziak?

Noch unklar ist ein Mitwirken von Jordan Beyer. Der einzig verbliebene gelernte Rechtsverteidiger laboriert an einer Grippe, eine Rückkehr ins Training ist erst für Donnerstag angedacht. Sollte die Leihgabe aus Mönchengladbach das Rennen gegen die Zeit verlieren, dürfte wie in der Vergangenheit Khaled Narey in die Viererkette rücken.

Bleibt noch die Frage offen, wer für Jeremy Dudziak einspringt. Der Mittelfeldspieler wird nach einem Anriss des Innenbandes inklusive Überdehnung des vorderen Kreuzbandes auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen. Hier dürfte die Entscheidung zwischen David Kinsombi und Aaron Hunt fallen, je nach Marschroute des HSV.

Während Abräumer Kinsombi die defensivere Alternative darstellt, würde Kapitän Hunt den ohnehin gesetzten Louis Schaub in der Spielgestaltung entlasten. Für St. Pauli wäre der Gegner somit schwerer auszurechnen, schließlich müssten zwei Kreative aus dem Spiel genommen werden.