HSV: Im Mai alle Mann an Bord?

Ein Quartett arbeitet am Comeback

Kevin Goden vom 1. FC Nürnberg gegen Josha Vagnoman vom HSV

Josha Vagnoman (r.) nimmt den Kampf um die Position hinten rechts wieder auf. ©Imago images/Oliver Ruhnke

Am gestrigen Montag hat auch der Hamburger SV das Training wiederaufgenommen, wenn auch wie derzeit ligaweit üblich nur in Kleingruppen und unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen in Sachen Abstand und Hygiene. Trotz dieser Einschränkungen war die Freude vor allem bei Josha Vagnoman groß.

Der 19-Jährige, dessen angedachte Vertragsverlängerung über 2021 hinaus weiter auf sich warten lässt, hat nicht nur wie die meisten Kollegen drei Wochen individuelles Training zu Hause hinter sich, sondern nach einem Ende Oktober beim Pokal-Aus gegen den VfB Stuttgart erlittenen Bruch eines Fußwurzelknochens eine weitaus längere Leidenszeit.

Am Montag aber konnte Vagnoman das volle Programm absolvieren, wobei der Youngster in Bild auch angesichts der derzeit eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten noch Zurückhaltung walten lässt. „Ich hatte keine Schmerzen im Fuß, aber muss natürlich abwarten wie er reagiert, wenn die Belastung gesteigert wird.“

Dreikampf auf der rechten Abwehrseite möglich

Nichtsdestotrotz sind die Chancen vorhanden, dass Vagnoman bei einem Wiederbeginn der Saison im Mai als vollwertige Alternative zur Verfügung steht. Das gilt auch für Jan Gyamerah, der bereits beim vor der Corona-Zwangspause kurzfristig abgesagten Gastspiel bei Greuther Fürth nach auskuriertem Wadenbeinbruch erstmals wieder im Kader gestanden hätte. Auf der rechten Abwehrseite, auf der zuletzt Winterneuzugang Jordan Beyer gesetzt war, zeichnet sich daher plötzlich ein Dreikampf zwischen Vagnoman, Gyamerah und Beyer ab.

Trainer Dieter Hecking dürfte im Mai aber nicht nur auf der Rechtsverteidigerposition, sondern generell wieder mehr Alternativen haben. Denn mit Ewerton und Jeremy Dudziak befinden sich auch noch zwei weitere Verletzte jeweils nach einem Innenbandanriss im Knie auf einem guten Weg. Bleiben neue Rückschläge aus, kann Coach Hecking im Endspurt womöglich aus dem Vollen schöpfen, womit in einem breit besetzten Kader Härtefälle programmiert wären.