HSV: In Sandhausen mit neuer Innenverteidigung?

Startelf-Debüt von Ewerton nicht unwahrscheinlich

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 14.12.2019 | 09:00
Ewerton im Auswärtsspiel in Osnabrück

Ewerton scheint inzwischen bereits für die erste Elf. ©imago images/Jan Huebner

Im vorletzten Spiel des Jahres will der Hamburger SV am Sonntag beim SV Sandhausen zurück in die Erfolgsspur. Nach nur einem Sieg aus den jüngsten sechs Pflichtspielen (1-2-3) und zuletzt sogar zwei Niederlagen am Stück beim VfL Osnabrück (1:2) und gegen den 1. FC Heidenheim (0:1) wären drei Punkte in der Kurpfalz in mehrerlei Hinsicht wichtig. Zum einen natürlich für die Tabelle, aber zum anderen kaum weniger auch für die Stimmung in der Mannschaft und im Umfeld.

Damit sich sein Team wieder verbessert präsentiert und nicht womöglich sogar vor Weihnachten noch aus den Aufstiegsrängen rutscht, denkt Trainer Dieter Hecking im Vergleich zu letzter Woche über personelle Veränderungen nach. So könnte den Trainingseindrücken zufolge erstmals von Anfang an die Stunde von Sommerneuzugang Ewerton schlagen, der sich nach längerer Verletzungspause herangearbeitet und in Osnabrück ein zwölfminütiges Debüt gefeiert hat.

Der 30 Jahre alte Brasilianer könnte als linker Innenverteidiger den Vorzug vor Rick van Drongelen erhalten, dessen Potential zwar unbestritten ist, der aktuell aber ein wenig schwächelt. Ewerton, wie van Drongelen Linksfuß, würde dann neben Timo Letschert beginnen, der von allen Hamburger Innenverteidigern in den letzten Wochen den besten Eindruck hinterlassen hat.

Hecking legt sich noch nicht fest

Trainer Hecking wollte sich auf der Pressekonferenz am Freitag zwar noch nicht in die Karten blicken lassen, betonte aber seine Wertschätzung für Ewerton: „Ich bin froh, dass er seit einigen Wochen jede Trainingseinheit mitgemacht hat. Wenn er auf dem Platz stehen würde, das haben die Eindrücke aus seiner Zeit beim 1. FC Nürnberg in der Bundesliga bestätigt, dann ist er ein Spieler, der viel Ruhe ausstrahlt und starke Zweikämpfe führt.“

Verbunden mit der Aufstellung Ewertons wäre dabei sicherlich auch die Hoffnung, dass hinten endlich wieder einmal die Null steht. Zuletzt gelang dies in acht Pflichtspielen in Folge nicht. Dabei ließ der HSV elf und damit für einen Aufstiegsanwärter sicherlich zu viele Gegentore zu.

Auch deshalb könnte sich der breite Kader nun auszahlen. Nachdem zu Saisonbeginn noch van Drongelen und Gideon Jung als Innenverteidiger-Duo gesetzt waren, haben zunächst die Rückkehr Letscherts nach einer Verletzungspause und nun auch die Verfügbarkeit Ewertons die Hierarchie im Hamburger Abwehrzentrum deutlich verändert. Klar ist damit aber auch, dass es keine Stammplätze gibt und sich jeder Akteur seine Aufstellung stets aufs Neue verdienen muss.