HSV: Joel Pohjanpalo als Alternative zu Robert Bozenik

Gespräche über eine Ausleihe laufen

Joel Pohjanpalo

Heißer Kandidat beim HSV: Joel Pohjanpalo. © imago images

Weil Martin Harnik mit einem Muskelfaserriss in der Wade den Restrundenstart am nächsten Donnerstag beim 1. FC Nürnberg verpasst und Bobby Wood augenscheinlich endgültig keine Rolle mehr spielt, steht dem Hamburger SV nach jetzigem Stand mit Lukas Hinterseer nur ein zentraler Angreifer zur Verfügung. Nachvollziehbar sind deshalb die Bemühungen der Verantwortlichen um eine zusätzliche Alternative für das Sturmzentrum, die sich indes nicht mehr auf den slowakischen Wunschkandidaten Robert Bozenik beschränken.

Den 20-Jährigen, der in acht Länderspielen für die Slowakei vier Tore erzielt hat, würde der HSV zwar weiter gerne verpflichten, doch erweisen sich die Gespräche mit dem MSK Zilina als alles andere als einfach. Weil zudem ein Beraterwechsel des Spielers für Unruhe sorgte und weitere Interessenten um Bozenik werben, ist dessen Wechsel nach Hamburg mittlerweile eher unwahrscheinlich.

Die EM 2020 im Blick

Statt mit Bozenik eine auch perspektivisch angelegte Verpflichtung zu tätigen, hat der HSV offenbar Joel Pohjanpalo als Soforthilfe im Aufstiegskampf ausgemacht. Wie Bild und Kicker (Ausgabe 9/2020 vom 23.01.2020) übereinstimmend berichten, würden die Rothosen den finnischen Angreifer von Bayer Leverkusen gerne ausleihen.

Der 25-Jährige, der in den letzten Jahren vom Verletzungspech verfolgt war, kommt in der laufenden Saison bislang nur auf einen Kurzeinsatz, hat die Vorbereitung auf die Rückrunde nach einem Innenbandriss im Knie aber problemlos absolviert und wäre fit. Pohjanpalo, der in 28 Länderspielen sechs Tore erzielt hat, will nun offenbar mangels Einsatzchancen in Leverkusen hinter Kevin Volland und Lucas Alario andernorts Spielpraxis sammeln, um sich für den EM-Kader Finnlands zu empfehlen.

Angedacht ist laut „Bild“ eine Ausleihe bis zum Ende der Saison, die möglicherweise eine Kaufoption beinhalten soll. Die diesbezüglichen Details gilt es noch zu klären, aber dennoch könnte es dem Boulevard-Blatt zufolge zu einer zeitnahen Einigung kommen.