HSV: Kantersieg auch ohne Terodde-Tor

Thioune-Elf zu Hause derzeit sehr torhungrig

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 19.01.21 | 07:10
Bakery Jatta

Nicht nur wegen seiner zwei Tore gegen Osnabrück herausragend: Bakery Jatta (r.). © imago images / Zink

Von Fortuna Düsseldorf und vom in der Tabelle vorübergehend sogar vorbeigezogenen VfL Bochum unter Druck gesetzt, hat der Hamburger SV am Montagabend eine starke Antwort gegeben und deutlich unterstrichen, dass im dritten Anlauf die Rückkehr in die Bundesliga unbedingt gelingen soll. Gegen einen eigentlich auswärtsstarken VfL Osnabrück übernahm der HSV von Anfang an das Kommando, ließ dem Ex-Klub von Trainer Daniel Thioune auch im weiteren Spielverlauf nicht den Hauch einer Chance und schoss letztlich einen deutlichen 5:0-Sieg heraus – zugleich den höchsten Erfolg in der eigenen Zweitliga-Geschichte.

Der Vorsprung auf die Plätze drei und vier ist mit drei bzw. vier Punkten zwar nach wie vor alles andere als komfortabel, doch mit 16 Zählern aus den letzten sechs Spielen sind die Rothosen akuell so gut unterwegs, dass der Fokus klar auf die eigene Stärke gerichtet werden kann, freilich ohne die Konkurrenz ganz außer Augen zu lassen.

Zwölf Tore in den letzten drei Heimspielen

Bemerkenswert war der Erfolg gegen Osnabrück unter dem Gesichtspunkt, dass der HSV fünf Treffer erzielte, sich der an den ersten 15 Spieltagen 16 Mal erfolgreiche Simon Terodde aber nicht in die Torschützenliste eintragen konnte. Der Torjäger beließ es diesmal bei einer Vorarbeit zum 4:0 durch Josha Vagnoman und überließ anderen Akteuren die Bühne – wie dem doppelt erfolgreichen Bakery Jatta, der seine starke Form bestätigte und Sonny Kittel, der nicht nur wegen seines Führungstreffers weiter eine klar aufsteigende Tendenz zeigt.

Nachdem sich der HSV zwischenzeitlich auch im eigenen Stadion bei den aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen den VfL Bochum (1:3) und gegen Hannover 96 (0:1) schwer tat, präsentiert sich die Thioune-Elf derzeit zu Hause sehr torhungrig. Gegen den SV Sandhausen (4:0), Jahn Regensburg (3:1) und nun Osnabrück waren es zwölf Treffer in den jüngsten drei Heimspielen.

Nun allerdings stehen erst einmal zwei Reisen an. Zunächst wartet am Samstag der Nordklassiker bei Eintracht Braunschweig, bevor es nur drei Tage später zum Rückrundenauftakt bei Fortuna Düsseldorf und damit zu einem absoluten Top-Spiel geht.