HSV: Lukas Hinterseer erwartet schwierige Rückrunde

Der HSV-Torjäger nach dem 0:4 gegen Schalke im Interview

Lukas Hinterseer beim HSV

Geht beim HSV voran: Lukas Hinterseer. ©Imago images/Jan Huebner

Der Hamburger SV musste im ersten Testspiel des Jahres 2020 eine hohe Niederlage einstecken. Im heimischen Volksparkstadion unterlag der HSV dem FC Schalke 04 mit 0:4. Nach dem Spiel sprach Lukas Hinterseer mit Liga-Zwei.de über die Erkenntnisse aus dem Testspiel, die Ausgangssituation im Kampf um den Aufstieg, den möglichen Neuzugang Louis Schaub und den Traum von der Europameisterschaft 2020.

Herr Hinterseer, welche Erkenntnisse nehmen Sie aus der Testspiel-Niederlage gegen den FC Schalke 04 mit?
Lukas Hinterseer: „Man konnte schon ein bisschen den Unterschied zwischen der 1. Liga und der 2. Liga sehen. Jeder Fehler ist eiskalt bestraft worden. Aber wir befinden uns auch erst in unserer ersten Woche der Wintervorbereitung. Wir konnten sicherlich einiges aus diesem Spiel lernen. Aber vier Gegentore sind ein bisschen zu viel. Das hätte uns nicht passieren dürfen.“

Was genau unterscheidet einen starken Bundesligisten wie den FC Schalke 04 von einem starken Zweitligisten wie den HSV?
Hinterseer: „Wie gesagt: Jeder Fehler wird eiskalt bestraft. Wenn die Schalker Raum haben und Tempo aufnehmen, sieht man, was für eine individuelle Klasse die haben. Während wir den einen oder anderen Pass vielleicht zu ungenau gespielt haben, spielt Schalke solch eine Situation eiskalt aus.“ 

Das ganze Feld hat sich zusammengeschoben. (über das Aufstiegsrennen)

Der Hamburger SV hat das Jahr 2019 auf dem 2. Tabellenplatz abgeschlossen. Wie beurteilen Sie das vergangene halbe Jahr rückblickend?
Hinterseer: „Wir haben uns mit dem 2. Tabellenplatz in eine gute Ausgangssituation gebracht. Wir wissen aber auch, dass wir gerade in den letzten fünf, sechs Spielen einige Punkte liegengelassen haben. Aber man sieht, dass sich auch die anderen Vereine schwer tun. Das ganze Feld hat sich zusammengeschoben.

Nun liegt die volle Konzentration auf der Rückrunde. Wir haben ein Ziel vor Augen und müssen alles reinpacken, damit wir dieses erreichen. Das wird ein schwerer Weg. Und wir haben heute in dem Testspiel gesehen, dass wir noch einiges zu tun haben.“

Erwarten Sie einen Dreikampf zwischen Arminia Bielefeld, den Hamburger SV und den VfB Stuttgart? Oder können auch andere Mannschaften wie zum Beispiel der 1. FC Heidenheim dazwischen grätschen?
Hinterseer: „Wie gesagt, alles ist sehr eng. Nicht nur die ersten drei Mannschaften liegen eng beieinander. Auch die anderen Mannschaften sind eng zusammengerückt. Wir müssen schauen, dass wir wieder unsere Punkte einfahren und defensiv sowie offensiv gute Leistungen bringen. Wir wollen nun in Portugal eine gute Vorbereitung haben. Danach wird es schwer genug.“

Er ist ein super Spieler. (über Louis Schaub)

Der HSV steht kurz vor der Verpflichtung von Louis Schaub, der derzeit noch beim 1. FC Köln unter Vertrag steht und den Sie von der österreichischen Nationalmannschaft kennen. Inwiefern könnte er dem HSV helfen?
Hinterseer: „Ich kenne Louis und weiß, dass er ein super Spieler ist. Er ist ein Spieler, der oft das Eins-gegen-Eins sucht, der auch torgefährlich ist und generell an vielen Toraktionen beteiligt ist. Mal schauen, was in den nächsten Tagen noch passiert.“

Für Sie könnte 2020 ein erfolgreiches Jahr werden. Sie möchten nicht nur mit dem HSV in die Bundesliga aufsteigen, sondern wollen auch im Kader der österreichischen Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft stehen. Ist das für Sie eine zusätzliche Motivation?
Hinterseer: „Natürlich, jeder möchte gerne bei der Europameisterschaft dabei sein. Heute haben wir auch bei Schalke Österreicher gesehen, die gerne dabei sein möchten. Jeder versucht sich zu empfehlen. Das macht man am besten mit guten Leistungen im Verein. Am Ende muss dann der Trainer Franco Foda eine Entscheidung treffen.“

Herr Hinterseer, vielen Dank für das Gespräch!