HSV: Lukas Hinterseer schon wieder vor dem Absprung

Neuer Top-Stürmer soll kommen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 20.07.20 | 07:36
Lukas Hinterseer

Lukas Hinterseer hatte in den letzten Monaten nur noch wenig Grund zum Lachen. © imago images / Eibner

Mit 32 Treffern in den beiden Spielzeiten zuvor für den VfL Bochum hat sich Lukas Hinterseer im vergangenen Sommer für einen Wechsel zum Hamburger SV entschieden. Der Österreicher sollte den HSV mit seinen Toren zurück ins Oberhaus schießen und hegte zudem die Hoffnung, sich mit guten Leistungen in Hamburg zurück in die Nationalmannschaft schießen zu können.

Letztere erfüllte sich denn auch rasch. Denn nach einer guten Anfangsphase in Hamburg wurde Hinterseer im September tatsächlich erstmals nach drei Jahren wieder in die ÖFB-Auswahl berufen und feierte dann im November bei der 0:1-Niederlage in Lettland sein Comeback. Nominierungen für die aufgrund der Corona-Krise abgesagten Länderspiele im März und für die um ein Jahr verlegte Europameisterschaft wären allerdings fraglich gewesen.

Denn trotz einer sehr ordentlichen Quote von neun Toren und drei Vorlagen in 19 Saisonspielen verlor Hinterseer im Februar seinen Stammplatz an Winterneuzugang Joel Pohjanpalo, der das Vertrauen von Trainer Dieter Hecking auch mit Treffern zurückzahlte. Hinterseer blieb nur noch die Jokerrolle, in der der 29-Jährige enttäuschte und keine weitere Torbeteiligung mehr verbuchen konnte.

Zukunft von Wood und Wintzheimer ebenfalls offen

Nun ist der von Bayer Leverkusen nur ausgeliehene Pohjanpalo zwar ebenso weg wie Bremen-Leihgabe Martin Harnik, der ebenfalls teilweise den Vorzug erhalten hatte, doch die Perspektiven Hinterseers beim HSV sind dennoch überschaubar. Vielmehr zeichnet sich ein Abschied des Angreifers aus Hamburg nach nur einem Jahr ab.

Der HSV plant nach Informationen des „kicker“ (Ausgabe 60/2020 vom 20.07.2020) die Verpflichtung einer klaren Nummer eins für das Sturmzentrum, wobei sich in der Gerüchteküche weiterhin hartnäckig die Namen Simon Terodde (1. FC Köln) und Manuel Schäffler (SV Wehen Wiesbaden) halten. Für Hinterseer, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft und der sich kaum sehenden Auges in eine Reservistenrolle fügen wird, berichtet der „kicker“ derweil von einem Markt sowohl im In- als auch im Ausland.

Mit dem gesuchten Torgaranten sowie mit Bobby Wood und Manuel Wintzheimer hätte der HSV bei einem Abgang Hinterseers noch drei Angreifer im Kader. Allerdings würde man Wood in Hamburg sicherlich keine Steine in den Weg legen, sollte sich ein Abnehmer finden. Und Wintzheimer, für den es mehrere Interessenten geben soll, müsste laut „kicker“ zumindest zunächst dazu bereit sein, lediglich als Backup mit Perspektive zu fungieren. Nicht ausgeschlossen daher, dass der Hamburger Sturm in diesem Sommer sogar ein gänzlich neues Gesicht erhält.