HSV: Mit neuem Linksverteidiger nach Fürth?

Ausfall von Tim Leibold droht

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 11.10.20 | 07:19
Tim Leibold

Sein Einsatz in Fürth ist stark gefährdet: Tim Leibold. © imago images / Michael Schwarz

Seit seinem Wechsel vom 1. FC Nürnberg zum Hamburger SV im Sommer 2019 stand Tim Leibold in jeder Pflichtspielminute auf dem Platz. In 36 Zweitliga-Spielen und drei Partien im DFB-Pokal beackerte der 26-Jährige die linke Abwehrseite und das überwiegend mit guten Leistungen.

Leibolds Aufstieg zum Kapitän vor der laufenden Saison war letztlich nur ein weiteres Zeichen für die enorme Wertschätzung, die dem früheren Junioren-Nationalspieler von allen Seiten entgegengebracht wird. Umso schmerzhafter wäre es für den HSV, auf den Stammlinksverteidiger verzichten zu müssen. Doch genau dieses Szenario droht nach der Länderspielpause beim Auswärtsspiel bei Greuther Fürth.

Leibold laboriert an einer Leistenzerrung, die offenkundig hartnäckiger ist als zunächst erwartet. Bislang ließ die Blessur nicht einmal Lauftraining zu, sodass es im Hinblick auf die Begegnung am Samstag richtig eng werden könnte. Für den Fall der Fälle hat Trainer Daniel Thioune aber bereits seine Überlegungen angestellt.

Drei Gegentore mit Dreierkette

Wohl nur bedingt eine Option ist die am Donnerstag beim 4:3-Sieg gegen den dänischen Zweitligisten FC Fredericia praktizierte Dreierkette, die nicht die erhoffte Stabilität mit sich brachte, aber grundsätzlich die Möglichkeit böte, eine eher offensive Besetzung der Außenverteidigerposition etwa mit Khaled Narey zu wählen.

Eher ist erneut von einer Viererkette und einem reinen Personalwechsel auf links auszugehen, sollte Leibold den Daumen senken. Ein Kandidat ist dafür Josha Vagnoman, der bis zu seinem Ende September erlittenen Außenbandriss im linken Sprunggelenk als Rechtsverteidiger gesetzt war. „Wir werden alles dafür tun, dass es die Möglichkeit gibt mit Josha. Denn langsam wird es bei uns hinten links dünn. Aber wir werden kein Risiko eingehen“, ließ Trainer Thioune in Bild durchblicken, dass der 19-Jährige die erste Alternative wäre.

Sollte das Risiko bei Vagnoman aber noch als zu groß eingestuft werden, würde wohl Defensiv-Allrounder Moritz Heyer nach links rücken. Toni Leistner könnte nach verbüßter Sperre dann wieder im Abwehrzentrum neben Stephan Ambrosius beginnen – sofern letzterer nach einem positiven Corona-Test bei der deutschen U21-Nationalmannschaft überhaupt zur Verfügung steht.