HSV: Ulreich will sich weiterentwickeln

2. Bundesliga kein Rückschritt

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 10.10.2020 | 15:41
Sven Ulreich vom HSV

Sandhausen statt Madrid: Sven Ulreich nimmt die 2. Liga an. ©Imago images/Michael Schwarz

Am Donnerstag streifte Sven Ulreich erstmals das Trikot des HSV über. Der vom FC Bayern geholte Torhüter stand beim 4:3 im Testspiel gegen den dänischen FC Frederica zwischen den Pfosten. Bei den Gegentreffern war der mehrfache Deutsche Meister schuldlos, konnte so letztlich auf ein gelungenes Debüt zurückschauen.

Schon am Sonntag gegen Erzgebirge Aue hätte die Möglichkeit zu einem Einsatz bestanden, die Partie wurde jedoch abgesagt. Dass der Neuzugang nach einem Tag bereits in die Startformation gerutscht wäre, ist aber ohnehin nicht anzunehmen.

Erfahrenster in routiniertem Trio

Dass Ulreich aber letztlich bei den „Rothosen“ unterschrieben hat, um die Nummer eins zu sein, daran ließ er im Interview mit Sport1 keinen Zweifel: „Ich bin hierhergekommen, um mehr Spielzeit zu bekommen. Ich hoffe, dass das der Fall sein wird.“ Gleichzeitig betonte der Ex-Bayer aber auch, auf ein gutes Klima im Torwart-Team Wert zu legen.

Obwohl der 27-jährige Daniel Heuer Fernandes und der 31-jährige Tom Mickel selbst schon einiges an Erfahrung mitbringen, dürfte von Ulreich auch erwartet werden, die Sieger-Mentalität aus München an seine Konkurrenten weiterzugeben.

Führungsspieler, es ist eine eher ungewohnte Rolle für den langjährigen loyalen Ersatzmann. „Ich kann mich hier weiterentwickeln und will helfen, unsere Ziele zu erreichen“, gibt der 32-Jährige dementsprechend an, noch lange nicht ausgelernt zu haben und daher im Wechsel in die 2. Bundesliga auch keinen Rückschritt zu sehen.

Tatsächlich zeigen die letzten beiden Jahre und die knapp verpassten Aufstiegsplätze, dass es wohl die größere Aufgabe ist, mit dem HSV in die Bundesliga zurückzukehren, als mit dem FC Bayern den nächsten Titel zu holen.