HSV: Interview mit Pierre-Michel Lasogga

„Wir müssen anfangen, wieder Spiele zu gewinnen."

Autor: Oliver Jensen Veröffentlicht: Samstag, 20.04.2019 | 16:53
Pierre-Michel Lasogga auf der Bank

Pierre-Michel Lasogga saß gegen Aue zunächst auf der Bank, kam in der 68. Minute in die Partie. ©Imago images/Jan Huebner

Der Hamburger SV trifft im Aufstiegskampf auf der Stelle. Am Samstag kam der Bundesliga-Absteiger gegen den FC Erzgebirge Aue nicht über ein 1:1 hinaus. Der HSV bleibt zwar auf dem zweiten Tabellenplatz, hat aber lediglich noch zwei Punkte Vorsprung auf den SC Paderborn und drei Punkte auf den Tabellenvierten 1. FC Union Berlin.

Nun geht es Schlag auf Schlag: Dienstag steht das DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig an, Sonntag dann die Partie beim 1. FC Union Berlin. Nach dem Spiel gegen Aue sprach Pierre-Michel Lasogga über das enttäuschende Unentschieden, die Gründe für die Misere und die nächsten Aufgaben.

Herr Lasogga, sind Sie eher erleichtert, zumindest noch einen Punkt geholt zu haben, da Union Berlin ebenfalls nur unentschieden gespielt hat? Oder überwiegt die Enttäuschung darüber, dass es zu Hause wieder nicht zu seinem Sieg gereicht hat?
Pierre-Michel Lasogga: „Das ist eine gute Frage. Wir gucken immer auf die anderen, wer einen Punkt geholt hat oder nicht. Aber wir müssen einfach anfangen, mal wieder Spiele zu gewinnen. Das haben wir in den letzten Wochen nicht hinbekommen. Deshalb müssen wir halt immer auf die anderen gucken. Wir haben noch immer alles in der eigenen Hand, obwohl wir die letzten Wochen echt nicht gut waren.“

Das heißt?
Lasogga: „Letztendlich überwiegt die Enttäuschung, weil man sich vor einem Spiel natürlich viel vornimmt und wir dass im Spiel dann nicht umgesetzt bekommen.“

„ Wir treffen bei Kleinigkeiten die falschen Entscheidungen. ”
über leichtfertige Punktverluste

Warum hat der HSV in Spielen, wo man nicht unbedingt der Favorit ist, wie zum Beispiel in Köln oder beim Pokalspiel in Paderborn, ein besseres Konzept als gegen vermeintlich schwächere Gegner?
Lasogga: „Das ist ein Phänomen beim HSV. Das hat sich bereits durch die Jahre in der 1. Bundesliga gezogen. Wir haben immer gute Spiele gegen die Top-Mannschaften gemacht. Und wenn dann kleinere Vereine kamen, wo alle einen Sieg erwartet haben, bekamen wir das nicht hin.

Ich weiß nicht, woran das liegt – ob wir das Tempo in manchen Situationen verschleppen oder falsche Entscheidungen treffen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten. Ich denke, wir treffen bei den Kleinigkeiten die falschen Entscheidungen und müssen versuchen, zukünftig wieder die richtigen Entscheidungen zu treffen.“

Sie haben mit dem Unentschieden gegen Aue nun eine Enttäuschung erlebt und müssen bereits am Dienstagabend das DFB-Pokal-Halbfinale gegen RB Leipzig bestreiten – ein absolutes Highlight. Wie schwierig ist es, sich darauf einzustellen?
Lasogga: „Das Spiel ist nun vorbei. Wir können es eh nicht mehr ändern. Nun heißt es, sich auf Dienstag vorzubereiten. Das wird für viele einer der größten Momente ihrer Karriere sein. Ich freue mich einfach riesig auf das Pokal-Halbfinale und hoffe, dass wir als Underdog mal wieder ein anderes Gesicht zeigen.“

„ Für viele einer der größten Momente ihrer Karriere. ”
über das anstehende Pokalspiel

Können Sie sich als Underdog gegen Leipzig eine Chance ausrechnen?
Lasogga: „Wie gesagt, in solchen Spielen haben wir oft die besten Spiele gemacht. Natürlich ist es enttäuschend, nur 1:1 gegen Aue gespielt zu haben. Aber Dienstag gibt es ein richtig geiles Spiel und darauf können wir uns freuen.“

Sonntag wartet dann bereits das nächste wichtige Spiel beim 1. FC Union Berlin. Ist es ein Nachteil, im Gegensatz zum Gegner dann das Pokalspiel in den Knochen zu haben?
Lasogga: „Warum soll das ein Nachteil sein? Wenn man die Möglichkeit hat, ein Pokal-Halbfinale zu spielen und dann vier, fünf Tage später wieder um den Aufstieg spielt, darf Müdigkeit keine Rolle spielen.“

Genügt denn die Zeit, um bis zum Spiel gegen Union dann wieder auf 100 Prozent zu sein?
Lasogga: „Das reicht, das reicht. Man macht dann weniger im Training und konzentriert sich mehr auf den Gegner. Dann reicht die Zeit.“

Herr Lasogga, vielen Dank für das Gespräch!

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