VfL Bochum: Interview mit Kapitän Stefano Celozzi

"In Ingolstadt soll es zurück in die Erfolgsspur gehen."

Autor: Thomas Besche Veröffentlicht: Freitag, 15.02.2019 | 09:52
Stefano Celozzi am Ball für den VfL Bochum

Versucht, „jeden Tag Gas zu geben“. Stefano Celozzi stand in dieser Saison 14 Mal auf dem Platz. ©Imago/Osnapix

Beim VfL Bochum nennen sie ihn nur „Cello“: Seit 2014 hält Stefano Celozzi beim Ruhrgebietsclub als Abwehrspieler die Knochen hin. Vor dem Spiel beim FC Ingolstadt am kommenden Samstag spricht der Kapitän des VfL über die aktuelle Form und die Ansprüche seiner Mannschaft.

Herr Celozzi, der VfL Bochum hat die vergangenen beiden Partien verloren und dümpelt im Mittelfeld der Zweitliga-Tabelle herum. Haben sich die Aufstiegsträume bzw. -wünsche schon im Februar erledigt?
Stefano Celozzi: „Vom Aufstieg war in der Hinrunde bei uns nie die Rede. Wir wollen weiter von Spiel zu Spiel gucken. Allerdings haben wir in den vergangenen beiden Partien einiges vermissen lassen.“

Sie sprechen die Niederlagen in Sandhausen und zu Hause gegen Paderborn an. Wo sehen Sie die Ursachen hierin?
Celozzi: „Die kann man so pauschal nicht benennen. Jedes Spiel hat seine Eigendynamik, man muss das immer individuell betrachten. Gegen Sandhausen hatten wir zwar keine gute, aber ordentliche erste Halbzeit, in der wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Dann fangen wir uns ein Gegentor und finden nicht mehr richtig ins Spiel zurück. Zumal wir auch noch eine rote Karte kassieren.

Gegen Paderborn bekommen wir gleich nach dem Anpfiff das 0:1. Da sind wir nicht wirklich wach und haben uns vom Gegner überraschen lassen. Danach erspielen wir uns ein paar gute Chancen, sind aber nicht effektiv genug. Man darf dabei nicht vergessen, dass Paderborn über eine gute Mannschaft verfügt. Die vergangenen Ergebnisse machen uns natürlich sehr unzufrieden.“

„ Das ist nicht unser Anspruch. ”
über die vergangenen Spiele

Am Samstag geht es für den VfL zum Tabellenvorletzten FC Ingolstadt. Als Favorit?
Celozzi: „Ich denke, dass eine Favoritenstellung momentan kein Thema für uns ist. Wir wollen schlichtweg zu alter Stärke zurückfinden.“

Die da lautet?
Celozzi: „Das, was wir zuletzt gezeigt haben, ist nicht unser Anspruch. Wir wollen wieder Spiele gewinnen und dabei auch guten Fußball zeigen. Wir haben eine technisch gute Mannschaft, die sich durch viel Ballbesitz und ein gutes Umschaltspiel auszeichnet. Daran wollen wir wieder anknüpfen. In Ingolstadt soll es zurück in die Erfolgsspur gehen. Drei Punkte dürfen es schon sein.“

Sie haben sich sicher schon mit dem Gegner Ingolstadt beschäftigt. Was kommt auf den VfL zu?
Celozzi: „Ingolstadt hat eine gute Mannschaft, auch wenn sie eine schwierige Hinrunde hatten. Der FCI will natürlich da unten herauskommen.  Wir müssen in Ingolstadt alles abrufen, um dort zu gewinnen. Aber wir wissen auch, was wir können.“

Der Ingolstädter Trainer ist Ihnen nicht unbekannt.
Celozzi: „Richtig, ich habe 2010 zwei Monate unter Jens Keller beim VfB Stuttgart gespielt. Er hat damals Christian Gross abgelöst. Jens Keller hat danach bekanntlich erfolgreich bei Schalke 04 und Union Berlin gearbeitet.“

Sie sind Kapitän beim VfL, sitzen aber seit der Rückrunde nur auf der Bank. Wie wollen Sie sich Ihren Stammplatz zurückholen?
Celozzi: Ich versuche, jeden Tag Gas zu geben, damit der Trainer nicht an mir vorbeikommt. Und genauso wie in der Hinrunde werde ich für die Mannschaft als Kapitän da sein. Aber ich habe natürlich keine Glaskugel, in die ich gucken kann und weiß nicht, wann ich wieder in der Startelf bin. Ich werde mich im Training eben weiter zeigen.“

Herr Celozzi, wir danken Ihnen für das Gespräch.

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