SV Darmstadt 98: Stadionvorstellung

Das Merck-Stadion am Böllenfalltor im Detail

Das Stadion am Böllenfalltor ist die Heimspielstätte des SV Darmstadt 98

Das Merck-Stadion am Böllenfalltor, Heimat der Lilien ©Imago/Jan Huebner

Wir setzen unsere Reihe fort und präsentieren Euch nach den Stadien der Aufsteiger Kiel (Holstein-Stadion) und Regensburg (Continental Arena) auch heute eine Zweitliga-Arena. Der Weg führt uns dabei nach Darmstadt, wo die Lilien Ihre Heimspiele im Merck-Stadion am Böllenfalltor austragen. Taucht mit uns ein in ursprüngliche Darmstädter Fußball-Atmosphäre.

Name: Merck-Stadion am Böllenfalltor (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 17.400
Sitzplätze: 6.700 (davon 6.300 überdacht)
Stehplätze: 10.700 (davon 3.700 überdacht)
Rollstuhlplätze: 35, Innenraum Block A
Gästeblock: Gegentribüne, Eingang über Atzwinkel- und Böllenfalltorweg (Was darf ich mitnehmen?)

Historie

Das Stadion am Böllenfalltor ist ohne Frage eines der kultigsten des ganzen Landes. Bereits 1921 wurde die Arena gebaut und ist seitdem die Heimspielstätte des SV Darmstadt 98. Damals boten die Tribünen Platz für 8.000 Zuschauer. Die Einweihung erfolgte in einer ganzen Sportwoche in der auch ein Freundschaftsspiel gegen den FC Freiburg stattfand.

Woher kommt eigentlich der Name? Früher wie heute wuchsen an der Spielstätte der Darmstädter Pappeln, oder auf hessisch „Böllen“. Nicht weit vom heutigen Stadion entfernt, wurde vor langer Zeit ein Stadttor errichet: Das Böllenfalltor. 

In den 50er-Jahren wurde die Lilien-Heimspielstätte erstmals modernisiert, infolgedessen fanden nun auch 25.000 Zuschauer im weiten Rund Platz. Über zwanzig Jahre dauerte es, bis die nächsten Änderungen an der Arena vorgenommen wurden.

Mitte der 70er-Jahre stieg Darmstadt nämlich in die Bundesliga auf. Die Kapazität des Stadions erhöhte sich jetzt auf 30.000 Plätze, in den folgenden Jahren kam auch eine moderne Flutlichtanlage dazu. Am äußeren Erscheinungsbild hat sich am Böllenfalltor bis heute nicht viel verändert, allerdings sank die Kapazität durch Auflagen auf 17.400 Zuschauer.

Bemerkenswert: In Gedenken an Jonathan Johnny Heimes, der im März 2016 dem Krebs erlag und zuvor durch seinen Kampf gegen sein Schicksal zum Vorbild für viele Menschen nicht nur in Darmstadt, sondern in ganz Deutschland wurde, hieß die Arena „Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor“. Eine bisher einzigartige Solidaritätsaktion im deutschen Profifußball.

In jüngster Vergangenheit war unklar, ob die Spielstätte nochmal umgebaut wird, oder die Lilien eine neue Multifunktionsarena bekommen. Zur Freude aller Fußballromantiker bleiben die Lilien am Böllenfalltor. 2018 beginnt der Umbau der Gegengerade sowie der Haupttribüne. Dadurch kann auch die Zuschauerzahl bis 2020 auf 18.600 Plätze erhöht werden.

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