SV Darmstadt 98: Wann endet der Negativlauf?

Lilien droht nach drei Niederlage das graue Mittelmaß

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 23.10.17 | 07:37
Torsten Frings

Trat schon früh als Mahner auf: Torsten Frings © Imago / Sven Simon

Als Torsten Frings nach dem sechsten Spieltag mit 13 Punkten auf dem Konto davon sprach, dass sein SV Darmstadt 98 kein Aufstiegskandidat sei, sahen darin die meisten Beobachter den Versuch, die Erwartungshaltung zu bremsen, um dennoch in Ruhe auf den Wiederaufstieg hinarbeiten zu können.

Fünf Spieltage und nur zwei Punkte später erscheinen die Worte des Lilien-Trainers nun aber in einem anderen Licht. Beim FC Ingolstadt (0:3), gegen den 1. FC Nürnberg (3:4) und nun am Freitag bei Fortuna Düsseldorf (0:1) kassierte Darmstadt drei Niederlagen in Serie und das gegen Mannschaften, die wohl nicht nur von Frings inzwischen stärker eingeschätzt werden als die Lilien.

Schwere Aufgaben vor der Länderspielpause

Bereits vor Abschluss des elften Spieltages ist Darmstadt nun bereits sechs Punkte vom dritten Platz entfernt und stellt nüchtern betrachtet nur noch Mittelmaß dar. Weil zugleich das Polster auf die Abstiegsplätze dank des guten Starts mit sieben Zählern stattlich ist, droht den Lilien zumindest nach aktueller Ansicht eine Saison im grauen Mittelfeld der Tabelle.

Schon mit zwei, drei Erfolgserlebnissen würde den Anschluss an die Aufstiegsplätze aber wiederhergestellt. Gegen den Überraschungszweiten Holstein Kiel und bei Eintracht Braunschweig warten bis zur letzten Länderspielpause in diesem Jahr allerdings zwei nicht wirklich einfache Aufgaben.

Am Samstag gegen Kiel soll natürlich die Wende her, wobei es gleich mehrere Mutmacher gibt. Zum einen müssen die Störche am Dienstag im DFB-Pokal (beim 1. FSV Mainz 05) ran, wohingegen sich Darmstadt nach dem Erstrunden-Aus in Regensburg ganz auf die Liga konzentrieren kann. Und zum anderen war trotz der Niederlage in Düsseldorf gegenüber den vorhergehenden Spielen eine Steigerung zu erkennen.

Abgesehen vom frühen Siegtreffer der Fortuna stand die Hintermannschaft, die zuvor in sechs Spielen 17 Gegentreffer zugelassen hatte, deutlich stabiler. Daran gilt es gegen Kiel anzuknüpfen und gleichzeitig nach vorne wieder mehr Durchschlagskraft zu entwickeln.

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