Veröffentlicht: Donnerstag, 08.08.2019 | 13:42
Bernd Nehrig

Bernd Nehrig (r.) und der FC St. Pauli hoffen auf die Wende © Imago

[table “” not found /]

Zum Abschluss des elften Spieltages der 2. Bundesliga stehen sich mit dem FC St. Pauli und dem 1. FC Nürnberg zwei Vereine gegenüber, die vergangene Woche beide in der zweiten Runde des DFB-Pokals an Erstligisten scheiterten, sich zuvor aber in völlig unterschiedlicher Form präsentiert haben.

Während St. Pauli viermal in Folge verlor und deshalb schon ein wenig den Anschluss ans Mittelfeld verloren hat, arbeitete sich der Club nach einem Fehlstart mit vier Siegen in Serie aus dem Keller und wird von nicht wenigen Beobachtern nun wieder als Aufstiegskandidat gesehen.

St. Pauli mit fünf Pleiten am Stück – Nürnberg siegt in der Liga viermal in Folge

Drei Niederlagen nacheinander waren trotz eines zwischenzeitlichen Erfolges im DFB-Pokal beim VfB Lübeck (3:0) ein denkbar ungünstiger Saisonstart für den FC St. Pauli, der dann aber mit einem 2:1 gegen Arminia Bielefeld den ersten Sieg landete und zumindest zwei Unentschieden folgen ließ.

Seitdem verloren die Kiez-Kicker beim 1. FC Union Berlin (0:2), bei Hannover 96 (0:2), gegen Erzgebirge Aue (1:2) und beim SV Sandhausen (0:3) viermal in Serie. Im Pokal bedeutete ein 0:2 gegen Hertha BSC Pleite Nummer fünf am Stück. Der 1. FC Nürnberg stand nach sechs Spieltagen mit völlig enttäuschenden zwei Punkten da und hatte sich auch erst im Elfmeterschießen gegen Viktoria Köln in die zweite Pokalrunde gemogelt.

Das Spiel am siebten Spieltag bei Arminia Bielefeld, das nach Rückstand noch mit 3:1 gewonnen wurde, war dann aber ein Wendepunkt, nach dem der FCN gegen den 1. FC Union Berlin (2:0), beim Karlsruher SC (3:0) und gegen Hannover 96 (2:0) drei weitere Siege folgen ließ, ehe sich am letzten Mittwoch im Pokal dann der FC Schalke 04 (2:3) als eine Nummer zu groß erwies.

FC St. Pauli: Sobiech und Ziereis wieder dabei?

Gleich auf fünf Positionen veränderte Trainer Ewald Lienen seine Startelf nach der schwachen Leistung in Sandhausen und traf damit angesichts einer spürbaren Steigerung gegen die Hertha nicht die schlechtesten Entscheidungen, wenngleich einige davon aus der Not geboren wurden.

So feierte Youngster Brian Koglin sein Debüt in der Innenverteidigung, wird nun aber wohl wieder weichen müssen. Denn die gegen Berlin fehlenden Stamminnenverteidiger Lasse Sobiech und Philipp Ziereis kehrten am Freitag wieder ins Teamtraining zurück und dürften bereit stehen. Wohl ebenso wie Vegar Eggen Hedenstad, der das Training auch wieder aufgenommen hat und als Rechtsverteidiger eine Option ist. Marc Hornschuh wäre deshalb gegebenenfalls auch frei für die Innenverteidigung, sollte es für Sobiech oder Ziereis noch nicht reichen.

Torjäger Aziz Bouhaddouz (Syndesmoseverletzung) und Routinier Jan-Philipp Kalla (Innenbandanriss) fallen dagegen weiterhin aus. Und hinter dem zum Ende der Woche erkrankten Waldemar Sobota steht ein Fragezeichen.

1. FC Nürnberg: Mehrere Stammkräfte wackeln

Mit Dave Bulthuis (Oberschenkelverletzung) und Kevin Möhwald (Wadenprobleme) fielen gegen Schalke zwei Akteure aus der zuletzt so erfolgreichen Club-Elf aus, deren Einsatz auch auf St. Pauli alles andere als sicher ist. Zudem erlitt Hanno Behrens einen Bänderanriss in der Schulter und droht ebenfalls auszufallen.

Sollten alle drei nicht auflaufen können, würde es im zentralen Bereich schon relativ eng. Lukas Mühl, der Bulthuis in der Innenverteidigung vertrat und auch als Sechser spielen könnte, wäre dann sicher in der Startelf zu finden. Tim Leibold wäre auch eine Option für das defensive Mittelfeld und könnte dann auf der Außenbahn von Edgar Salli vertreten werden, der vor seinem unnötigen Platzverweis gegen Union Berlin noch Stammkraft war.

Jetzt auf Sieg für dein Team wetten! 

Wett Tipps zum Spiel

St. Pauli hat trotz des Ausscheidens im Pokal etwas Selbstvertrauen getankt und ist mit der gegen die Hertha an den Tag gelegten Leidenschaft sicher auch gegen Nürnberg nicht chancenlos. Weil wir glauben und auch hoffen, dass die Treue zu Ewald Lienen belohnt wird, geht unsere Tendenz dazu, dass die Kiez-Kicker zumindest punkten.

St. Pauli verliert nicht – 1,45 mit William Hill – hier klicken und wetten 

Schon 37 Tore fielen in den bisherigen Partien mit Beteiligung des 1. FC Nürnberg und damit die meisten der Liga. Das 2:3 im Pokal gegen Schalke war ein weiterer Beweis dafür, dass es bei Club-Spielen nicht selten unterhaltsam wird und weil St. Pauli mit bereits 18 Gegentoren alles andere als stabil ist, halten wir eine Wette auf Over 2,5 für eine gute Wahl.

3 oder mehr Tore – 1,70 mit tipico hier klicken und wetten 

TV-Tipps: Live-Übertragung auf Sky & Sky Go und bei Sport 1 (Anstoß: Montag, 20.15 Uhr)