1. FC Köln: Erneute Paderborn-Pleite als Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt?

Markus Anfang sieht bei einigen Spielern Nachholbedarf

Louis Schaub

Mit seinem Doppelpack ein Lichtblick bei der Testspiel-Pleite: Louis Schaub © imago / Eibner

Der SC Paderborn wird zumindest in dieser Saison kein Lieblingsgegner mehr für den 1. FC Köln. Nach den beiden Pleiten in der Liga (3:5 zu Hause, 2:3 auswärts) verloren die Geißböcke am gestrigen Donnerstag auch ein Testspiel bei den Ostwestfalen mit 3:5.

Nach zuvor vier Siegen in Folge in der Liga, nach denen der Aufstieg im Umfeld vielfach schon als Selbstläufer bezeichnet wird, könnte die erneute Niederlage gegen den SCP durchaus ein Warnschuss zum richtigen Zeitpunkt sein.

Trainer Markus Anfang, der trotz einiger fehlender Stammkräfte wie Timo Horn, Jorge Meré, Rafael Czichos, Simon Terodde oder Dominick Drexler eine namhafte Mannschaft aufgeboten hatte, konnte mit dem Auftritt seines Teams natürlich nicht zufrieden sein. Zwar betonte der FC-Coach auch, dass die Spielpraxis für einige Akteure aus der zweiten Reihe im Vordergrund stand, zog aber auf der Vereinshomepage dennoch seine Erkenntnisse.

Nur Louis Schaub kann sich empfehlen

Vor allem aber hofft Anfang, dass die Partie in Paderborn bei den betreffenden Spielern auch zu einer realistischen Selbsteinschätzung beiträgt: „Paderborn ist eine Mannschaft, die sehr intensiv Fußball spielt. Man hat dadurch im Laufe des Spiels gesehen, wer von uns bei hundert Prozent ist und wer nicht. Der ein oder andere Spieler von uns hat durch das hohe Tempo von Paderborn gemerkt, dass er Wettkampfpraxis braucht und die hohe Intensität noch nicht fahren kann. Diese Erfahrung ist wichtig.“

Man hat gesehen, wer von uns bei hundert Prozent ist und wer nicht. (Markus Anfang)

Angesprochen fühlen durften sich von den Worten Anfangs vor allem die beiden Franzosen Vincent Koziello und Anthony Modeste, die nach langen Verletzungspause noch auf Formsuche sind. Aber auch Jannes Horn und Marcel Risse konnten ihre Chance nicht wirklich nutzen, ebenso wenig Frederik Sörensen und Benno Schmitz, die der Hintermannschaft keinen Halt geben konnten.

Einzig Louis Schaub, der einen frühen Rückstand mit einem Doppelpack in eine 2:1-Führung drehte, konnte sich nach mehreren Kurzeinsätzen für die Startelf empfehlen. Gut möglich, dass der Österreicher am nächsten Wochenende im Heimspiel gegen Holstein Kiel von Beginn an auflaufen wird.

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