1. FC Köln: Saison für Christian Clemens vorzeitig beendet

Flügelspieler erleidet schwere Knieverletzung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Samstag, 27.04.19 | 07:07
Christian Clemens

Gegen Darmstadt verletzt ausgewechselt: Christian Clemens. © imago images / DeFodi

Als wäre der Freitag für den 1. FC Köln mit der 1:2-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 und damit dem vierten sieglosen Spiel hintereinander nicht schon schlecht genug verlaufen, folgte kurz nach Spielschluss auch noch eine weitere Hiobsbotschaft. Wie der FC nach einer MRT-Untersuchung via Twitter mitteilte, erlitt der nach einer halben Stunde vom Platz gehumpelte Christian Clemens eine schwere Knieverletzung.

Eine genaue Diagnose nannte der Verein noch nicht, doch ist von einer Bänderverletzung auszugehen, die eine längere Pause nach sich ziehen wird. Die laufende Saison dürfte für Clemens, der nach Oberschenkelproblemen erst gegen Darmstadt in die Startelf zurückgekehrt war und der sich bei Zusammenstoß mit Fabian Holland verletzte, damit auf jeden Fall gelaufen sein.

Keine Optimallösung mehr auf der rechten Außenbahn

Je nach Schwere der Blessur könnte der 27-Jährige auch zu Beginn der neuen Saison und vielleicht sogar bis weit hinein in den Herbst ausfallen. Richtig bitter für Clemens, der nach einem guten Saisonstart mit zwei Toren und vier Vorlagen in acht Spielen bereits im Herbst wegen eines Syndesmosebandrisses wochenlang ausgefallen war.

Ohne Clemens fehlt Trainer Markus Anfang, auf den der Druck nach der erneuten Niederlage immer größer wird, eine Ideallösung auf der rechten Außenbahn. Marcel Risse hat bei seinen letzten Einsätzen offenbart, weit von alter Form entfernt zu sein und der gegen Darmstadt eingewechselte Benno Schmitz ist zwar dazu in der Lage, die Position defensiv solide zu spielen, kann Clemens in puncto Offensive aber nicht ersetzen. Der gegen Darmstadt gelbgesperrte Florian Kainz hat sich in Dresden auf rechts unterdessen als Fehlbesetzung erwiesen.

Davor, Louis Schaub auf rechts zu bringen, scheute Anfang bereits gegen Darmstadt zurück. Der Österreicher wäre fraglos eine sehr offensive Besetzung, ist mit seiner Kreativität aber eigentlich unverzichtbar und sollte am nächsten Spieltag in Fürth in der Startelf auftauchen. Offen ist nur, auf welcher Position.

Weil es in den vergangenen Wochen im Defensivverbund generell nicht stimmte, wäre es sicherlich eine Überlegung wert, von der Dreierkette abzurücken. Dann wäre ein Modell mit Schmitz als Rechtsverteidiger einer Viererkette sowie Schaub eine Option, wenngleich letzterer im Zentrum noch wertvoller wäre.

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