1. FC Köln: Guirassy geht nach Frankreich

Leihe zu Amiens

Serhou Guirassy

Steht vor einem Wechsel in die Heimat: Serhou Guirassy © Imago / DeFodi

UPDATE 31.01.2019, 15:20 Uhr: Der FC hat bestätigt, dass Serhou Guirassy zu SC Amiens nach Frankreich wechselt. Der Erstligist sicherte sich eine Leihe mit Kaufoption für den Stürmer.

Der ursprüngliche Artikel: 

Keine 24 Stunden vor Transferschluss am Donnerstag um 18 Uhr sorgt die Personalpolitik des 1. FC Köln rund ums Geißbockheim für viel Diskussionen. Zum einen, weil der FC laut offizieller Mitteilung am heutigen Mittwoch Serhou Guirassy für Gespräche mit anderen Vereinen freigestellt hat und zum anderen, weil nach wie vor unklar ist, ob Anthony Modeste von der FIFA die Spielerlaubnis erteilt wird.

Guirassy steht wohl vor einer Ausleihe in seine französische Heimat und dort laut dem Portal football365 vor allem beim französischen Erstligisten SC Amiens hoch im Kurs. Es ist davon auszugehen, dass dieser Wechsel, der eine Kaufoption bzw. eine Kaufpflicht beinhalten soll, über die Bühne geht.

Nach dem Abgang von Simon Zoller zum VfL Bochum hätte der FC dann allerdings mit Simon Terodde und Jhon Cordoba nur noch zwei Angreifer unter Vertrag, mit denen definitiv geplant wird – und die im aktuell praktizierten 3-5-2 auch benötigt werden. Youngster Darko Churlinov hat zwar eine vielversprechende Vorbereitung hinter sich, kommt aber eher als Linksaußen in Frage und kann im Aufstiegsrennen kaum als vollwertige Kraft eingeplant werden.

Ist sich der FC bei Modeste sicher?

Eine Freigabe für Guirassy wäre in jedem Fall ein Risiko und könnte zweierlei bedeuten. Einerseits legt ein Abgang des 22-Jährigen den Schluss nahe, dass sich der FC sehr sicher ist, von der FIFA grünes Licht für einen Einsatz von Modeste zu erhalten.

Andererseits könnte unabhängig von der Personalie Modeste im Falle eines Ausfalls von Terodde und Cordoba die Rückkehr zum 4-1-4-1 erfolgen. Für diese nach einer Formdelle im Herbst vom 3-5-2 abgelöste Grundordnung ist der Kader dank der Verpflichtung von Florian Kainz als linkem Flügelspieler inzwischen besser aufgestellt als zu Beginn der Saison.

Gleichwohl wäre es selbst bei nur einer nominellen Spitze ein Risiko, im Sturmzentrum alleine auf Terodde und Cordoba zu bauen. Ein Risiko, das Geschäftsführer Armin Veh und Trainer Markus Anfang vermutlich nicht eingehen würden, wenn es bei Modeste nicht sehr gute Chancen oder vielleicht sogar die Gewissheit bezüglich einer bevorstehenden Erteilung der Spielgenehmigung gäbe.