1. FC Köln: Wie ist der Plan mit Terodde?

Markus Anfang vor kniffligen Entscheidungen

Simon Terodde (r.) wird für Anthony Modeste eingewechselt.

Simon Terodde (r.) ersetzt eine Minute vor Ende der regulären Spielzeit Anthony Modeste gegen Ingolstadt. ©Imago/DeFodi

Die Torjägerliste führt Simon Terodde weiterhin souverän an. Der Angreifer des 1. FC Köln hat nach 23 Einsätzen bereits sagenhafte 23 Mal eingenetzt, der Vorsprung auf die zweitplatzierten Pascal Testroet und Lukas Hinterseer (jeweils 13 Tore) ist gewaltig.

Darum verbietet es sich auch, Terodde nach vier Spielen ohne Erfolgserlebnis eine Tor-Krise attestieren zu wollen. Dass der 31-Jährige in der laufenden Saison noch nie so lange auf einen Treffer warten musste, ist zwar Fakt, doch tabellarisch wirkte sich das bislang nicht negativ auf den „Effzeh“ aus. Im Gegenteil, seit dem Sieg über Sandhausen führt Köln die Tabelle erneut an.

Gegen Ingolstadt nur Ersatz

Im Zwei-Mann-Sturm, den Trainer Markus Anfang schon seit längerem aufstellt, ist Jhon Córdoba gesetzt und zahlte das Vertrauen mit neun Treffern in den letzten zwölf Partien zurück. Terodde kommt über den gleichen Zeitraum zwar auf zehn Treffer, fand sich gegen Ingolstadt trotzdem auf der Bank wieder.

Anthony Modeste, der sich nach erteilter Spielgenehmigung glänzend einfügte und für seine ersten drei Treffer lediglich 33 Minuten brauchte, begann stattdessen. Mit seinem Treffer zum 1:0 bestätigte er Anfang in dieser Entscheidung.

Córdobas Potential größer?

Dass Terodde sich dauerhaft mit einem Platz hinter dem Duo Córdoba/Modeste begnügen muss, scheint nur mit sehr viel Phantasie vorstellbar. Und doch erscheint es gar nicht mehr so abwegig, betrachtet man die mittelfristigen Ambitionen der Kölner.

Denn der Aufstieg ist nicht nur das erklärte Ziel, sondern mit diesem Kader quasi Pflicht. Doch in der 1. Liga ist Terodde bisher den Nachweis seiner Qualitäten schuldig geblieben. Lediglich sieben Mal traf er in 35 Partien im Oberhaus. Die Verpflichtung von Modeste, in seinen zwei Jahren für Köln in der Bundesliga 40 Mal erfolgreich, darf durchaus auch als Vorgriff auf die Zeit nach dem anvisierten Aufstieg angesehen werden.

Bleibt noch Córdoba, dessen Quote mit zehn Toren in 69 Erstliga-Partien unter der von Terodde liegt. Doch der Kolumbianer ist fünf Jahre jünger, hat also ein anderes Entwicklungspotential als der amtierende Top-Torjäger der 2. Liga. Trauen ihm die FC-Verantwortlichen zu, den nächsten Schritt in der Domstadt zu machen, könnte Terodde nach einem Aufstieg womöglich häufiger die Bank drohen.

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