2. Bundesliga: Die Erkenntnisse des 19. Spieltags

Unsere Analyse zum Wochenende

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Mittwoch, 08.02.17 | 15:50
Phil Ofosu-Ayeh

Die Braunschweiger um Rechtsverteidiger Phil Ofosu-Ayeh kassierten gegen St. Pauli die erste Heimniederlage. © Imago

Der 19. Spieltag in der 2. Bundesliga ist seit gestern Abend Geschichte, die zurückliegenden neun Partien sorgte erneut wieder für eine Menge Gesprächsstoff. Wir haben drei wichtige Erkenntnisse der zurückliegenden Spielrunde für Euch herausgesucht.

Eintracht Braunschweig: Wiederholt sich die Geschichte?

12 Spieltage grüßten die Braunschweiger Löwen in dieser Spielzeit bereits von der Tabellenspitze und deuteten mit konstanten Leistungen an, dass sie eine klare Favoritenstellung im Aufstiegsrennen beziehen. Für die Fans der Niedersachsen war der Anblick der Tabelle zum Jahreswechsel kein Novum, mischte die Eintracht doch bereits in den vergangenen beiden Spielzeiten nach dem Erstligaabstieg permanent über weite Strecken der Saison im Kampf um den Aufstieg mit – um am Ende zu scheitern.

Dieser Eindruck kommt nun auch in dieser Saison auf, am vergangenen Spieltag kassierten die Braunschweiger ausgerechnet gegen Schlusslicht St. Pauli die erste Heimniederlage der laufenden Spielzeit. In den vergangenen neun Spielen sammelte der deutsche Meister von 1966/67 nur zehn Zähler und feierte dabei lediglich zwei Siege gegen die Kellerkinder aus Bielefeld und München. So wurde nicht nur der zwischenzeitliche Vorsprung von fünf Zählern auf die Konkurrenz verspielt, sondern auch die negativen Erinnerungen an die vergangenen beiden Spielzeiten geweckt.

SV Sandhausen: Ein Dorfverein im Glück

Die Mannschaft aus der 15.000-Seelen-Gemeinde gehört seit nun mehr 54 Monaten zum Inventar der 2. Bundesliga – knapp viereinhalb Jahre, in denen die Mannschaft von Trainer Kenan Kocak ihr Image als Underdog und Abstiegskandidat nie ganz ablegen konnte. Auch vor der aktuellen Spielzeit wurde als Saisonziel der Klassenerhalt ausgegeben, auch vor dem Hintergrund, dass ein neuer Trainer und mehrere neue Akteure zum Verein gestoßen sind.

19. Spieltage später entzückt der SV Sandhausen derzeit nicht nur die Experten in der zweithöchsten deutschen Fußballklasse. Mit dem drittkleinsten Etat rangiert der SVS derzeit auf dem sechsten Rang, seit fünf Partien ist die Elf um Torhüter Marco Knaller, der mittlerweile seit 368 Minuten ohne Gegentor ist, zudem ungeschlagen. 30 Punkte zum aktuellen Saisonzeitpunkt bedeuten darüberhinaus Vereinsrekord – der SVS ist der „Underdog der Stunde“.

VfB Stuttgart: Mit Offensive zum Aufstieg?

Furios beendeten die Schwaben den 19. Spieltag der 2. Bundesliga und führten in der Montagspartie gegen Fortuna Düsseldorf bereits nach zwanzig Minuten mit 2:0, gleichzeitig auch Endergebnis dieser Partie. Mit 33 Toren weist der Absteiger zusammen mit Hannover 96 derzeit den zweitgefährlichsten Angriff der Liga auf, nur die Franken aus Nürnberg erzielten bislang einen Treffer mehr.

Gegen Fortuna Düsseldorf agierten die Stuttgarter vor allem im ersten Spielabschnitt offensivfreudig und wirbelten dabei teilweise mit fünf Offensivkräften im Düsseldorfer Strafraum. Durch weitere Spielerverpflichtungen im Winter konnte die Leistungsdichte im Team noch einmal erhöht werden, sodass Trainer Hannes Wolf mittlerweile auch auf der Bank auf hohe Qualität zurückgreifen kann.

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