4. Spieltag: Karlsruher SC gegen SpVgg Greuther Fürth – Kleeblatt will den Platz an der Sonne behalten

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Freitag, 16.08.13 | 06:36

Zweiter gegen Erster – gewöhnlich wird eine solche Begegnung im Mannschaftssport gerne mit dem Attribut „Spitzenspiel“ versehen. Doch die Saison ist noch zu jung und die Ausgangssituation der beiden Vereine zu unterschiedlich, als dass man dem heutigen Spiel zwischen dem Karlsruher SC und der SpVgg Fürth zu viel Bedeutung beimessen sollte. Interessant ist die Partie aber allemal, denn sowohl der Aufsteiger aus der 3. Liga als auch der Bundesliga-Absteiger übertrafen bislang die Erwartungen. Der KSC ist nach drei Spieltagen im Unterhaus noch ohne Gegentor, die Kleeblättler gewannen als einzige Mannschaft alle drei Spiele und führen das Tableau insbesondere nach dem 2:1-Sieg über den Aufstiegsfavoriten Kaiserslautern verdientermaßen an. Mit einem weiteren Sieg könnten die Mittelfranken ihre Führungsposition weiter festigen, aber schon ein Unentschieden würde Platz eins für diesen Spieltag sichern. Keinen der letzten fünf direkten Vergleiche beider Mannschaften konnte der KSC für sich entscheiden.

KSC-Trainer Markus Kauczinski kann personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich auf Martin Stoll wird er noch längere Zeit verzichten müssen, denn der Innenverteidiger zog sich beim Aufbautraining am Dienstag erneut einen Mittelfußbruch zu. Daneben fehlen weiterhin Manuel Gulde (muskuläre Probleme im Oberschenkel) und Dennis Kempe (Adduktoren), die in dieser Saison ebenfalls noch nicht zum Einsatz kamen. Auf den bislang umkämpften Positionen im Mittelfeld und Angriff dürften sich Reinhold Yabo neben Dominic Peitz auf der Doppelsechs, Gaëtan Krebs auf der linken Außenbahn sowie Iljan Micanski im Sturmzentrum vorerst einen Stammplatz in der Startelf gesichert haben.

Der Fürther Trainer Frank Kramer muss hingegen den bislang so erfolgreichen Sturm umbauen: Nikola Djurdjic fällt nach einem Kreuzbandriss mindestens sechs Monate aus und hinterlässt eine große Lücke. Als einzige Alternative steht derzeit sein serbischer Landsmann Ognjen Mudrinski zur Verfügung, der nach seiner Einwechslung am Montag auch prompt einen Treffer erzielte. Da er vom Spielertyp her seinem Nebenmann Ilir Azemi sehr ähnlich ist und die Franken keinen weiteren Stürmer im Kader haben, wird man diesbezüglich sicherlich bald auf dem Transfermarkt tätig werden.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky oder Liga Total übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

Karlsruher SC: Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Vitzthum – Peitz, Yabo – Alibaz, Krebs – Micanski, van der Biezen

SpVgg Greuther Fürth: Hesl – Brosinski, Mavraj, Kraus, Gießelmann – Sukalo, Sparv – Weilandt, Stieber – Azemi, Mudrinski