7. Spieltag: SV Darmstadt 98 gegen FSV Frankfurt – Hessenderby am Böllenfalltor

Autor: Christian Slotta Veröffentlicht: Mittwoch, 24.09.14 | 06:51

Gut zehn Jahre ist es her, dass der SV Darmstadt 98 und der FSV Frankfurt zum letzten Mal in einem Ligaspiel aufeinandergetroffen sind. In der Saison 2003/04 spielten beide Teams in der Hessenliga, seinerzeit behielt bei den beiden Begegnungen jeweils die Heimmannschaft mit 1:0 die Oberhand. Ein Ergebnis, mit dem die Lilien auch heute gut leben könnten, denn dann hätten die Südhessen nicht nur den Vorsprung auf den Lokalrivalen auf zehn Punkte ausgebaut, sondern würden sich auch weiter im oberen Tabellendrittel halten. Die Euphorie ist auch nach der ersten Saisonniederlage groß am Böllenfalltor, trotz der ungünstigen Anstoßzeit waren bereits gestern mehr als 10.000 Tickets verkauft. Die Stimmung bei den Bornheimern ist hingegen nach dem 1:5 gegen Bochum fast auf dem Nullpunkt angelangt. Mit nur vier Punkten ist der FSV mittlerweile in die Abstiegsränge abgerutscht, verliert man die heutige Begegnung mit mindestens zwei Toren Unterschied, ist gar das Tabellenende erreicht.

Noch dazu fehlen FSV-Cheftrainer Benno Möhlmann vor allem im Offensivbereich personelle Alternativen. Mit Neuzugang Amine Aouida ist wohl erst in der Rückrunde zu rechnen, Zafer Yelen fällt noch einige Wochen aus und am Montag meldete sich nun auch Odise Roshi krank, der Albaner hat eine Bronchitis. So wird wohl Denis Epstein in die Startelf rücken und auf der linken Außenbahn spielen, und Vincenzo Grifo die durch den Ausfall Roshis vakante rechte Seite übernehmen. Ein Fragezeichen ist die Besetzung der Defensivzentrale. Joan Oumari, der am Wochenende nach langer Verletzungspause erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam, wirkte gegen den Bochumer Angriffswirbel noch reichlich überfordert. Eine naheliegende Lösung ist, Hanno Balitsch wieder ins Abwehrzentrum zu beordern, denn mit dem Duo Beugelsdijk/Balitsch musste der FSV in drei Spielen lediglich ein einziges Gegentor hinnehmen. Allerdings wäre gegen den Darmstädter Torjäger Dominik Stoh-Engel, der in fünf der bislang sechs Spiele je ein Tor erzielt hat, ein kopfballstare Innenverteidigung ein sinnvolles Gegenmittel.

Lilien-Coach Dirk Schuster konnte seiner Mannschaft bei der Niederlage in Braunschweig kaum einen Vorwurf machen. Mit viel Einsatz hatten sich die 98er gegen die drohende Niederlage gestemmt, erst mit dem 0:2 in der Nachspielzeit war das Spiel gelaufen. Für setzt Schuster auf eine Trotzreaktion seiner Elf, die bislang blütenweiße Weste am Böllenfalltor – 3 Siege und 5:0 Tore lautet die Heimbilanz der Lilien in den Ligaspielen – soll gewahrt werden. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Hanno Behrens, der im Spiel gegen den BTSV in der 17. Minute bei einem Zweikampf von Marc Pfitzner regelrecht „ausgeknockt“ wurde und 20 Minuten später ausgewechselt wurde. Wie sich herausstellte, hat er eine leichte Gehirnerschütterung davongetragen, ob der Arzt heute grünes Licht gibt, ist noch offen. Für ihn würde wie schon in Braunschweig Florian Jungwirth einspringen. Ansonsten wird Schuster, der ein „intensives, enges Spiel auf Augenhöhe“ erwartet, keine Veränderungen an der Startelf vornehmen.

Wie alle anderen Spiele wird auch diese Partie ausschließlich im Pay-TV bei Sky übertragen. Einen offiziellen Live-Stream im Internet gibt es mit Ausnahme von Sky Go leider nicht, allerdings sollte man auf den einschlägigen Seiten einen funktionierenden Stream finden. Ansonsten bietet es sich an, die 90 Minuten in einem der zahlreichen Live-Ticker zu verfolgen oder aber auf das Fußballradio „Sport1.fm“ auszuweichen.

Voraussichtliche Aufstellungen:

SV Darmstadt 98: Mathenia – Sirigu, Bregerie, Sulu, Stegmayer – Kempe, Gondorf, Behrens (Jungwirth), Heller – Stroh-Engel, Sailer

FSV Frankfurt: Klandt – Huber, Beugelsdijk, Oumari, Bittroff – Konrad – Grifo, Kruska, Balitsch, Epstein – Kapllani