Eintracht Braunschweig: Der Wydra-Ausfall & die Folgen

Chance für Winter-Neuzugang Diakhite?

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 18.01.2021 | 15:54
BTSV-Coach Daniel Meyer.

Daniel Meyer muss im Heimspiel am Samstag seine Defensive notgedrungen umbauen. ©imago images/Picture Point

Auch wenn Eintracht Braunschweig am Wochenende gegen Würzburg den Befreiungsschlag verpasste, war man beim BTSV in Anbetracht der doppelten Unterzahl durchaus zufrieden mit einem Punkt. Dominik Wydra war dabei der erste „Löwe“, für den der Arbeitstag vorzeitig beendet war. Die Partie gegen den HSV am kommenden Samstag wird der 26-Jährige somit verpassen.

Damit steht Trainer Daniel Meyer vor einem Problem: Der Österreicher war bislang gesetzt und unumstößliches Mitglied der Startelf. Für die ebenfalls gesetzten Brian Behrendt und Jannis Nikolaou wird Meyer nun also einen neuen Partner finden müssen. Schneller als erwartet könnte so die Stunde von Oumar Diakhite schlagen.

Erneuter Anlauf mit der Viererkette eine Alternative

„Neben seinen defensiven Qualitäten verfügt er auch über die nötige Ruhe im Spielaufbau“, hob Geschäftsführer Sport Peter Vollmann bereits bei der Verpflichtung des 27-Jährigen hervor. Da gegen die Hamburger mit einem Plus an Ballbesitz für die Gäste zu rechnen ist, wird die Eintracht ihre Umschaltmomente nutzen müssen.

Hier bereits aus der Tiefe heraus zu agieren dürfte ein probates Mittel sein, den im bisherigen Saisonverlauf defensiv immer wieder anfälligen Aufstiegsanwärter zu überrumpeln. Mit Michael Schultz, Nico Klaß oder Felix Burmeister hat Meyer zwar weitere Alternativen, deren bisherige Spielzeiten in Verbindung mit der Diakhite-Verpflichtung im Winter machen aber deutlich, dass sich das Vertrauen des Trainers in dieses Trio im Rahmen hält.

Sollte Diakhite noch kein Startelf-Kandidat sein, ist auch eine Systemumstellung im Rahmen des Möglichen. Gegen die Kickers bot Meyer nach der Pause bereits eine Viererkette auf, nach Wydras Platzverweis rund fünf Minuten nach Wiederbeginn war die Aussagekraft dieses Ansatzes aber bereits wieder hinfällig.

Egal, für welchen Ansatz sich die „Löwen“ entscheiden, die Partie gegen Hamburg wird nach torlosen Unentschieden gegen Düsseldorf und Würzburg ohnehin zur Nagelprobe für den Defensivverbund werden: Die 31 Saisontore von Simon Terodde & Co. sind gemeinsam mit Bochum Bestwert in der 2. Liga.