Eintracht Braunschweig: Die Stärke aus der Premierenniederlage

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 26.11.12 | 10:12

Nun hat es also auch Eintracht Braunschweig erwischt. Die erste Saisonniederlage am 14. Spieltag nach dem verdienten 1:3 bei Energie Cottbus sorgt beim niedersächsichen Traditionsverein jedoch für eine Trotzreaktion. Ein entscheidender Grund  für diese dennoch empfindliche Niederlage wurde in Schiedsrichter Manuel Gräfe ausgemacht.

Dies konnte auch Eintracht-Abwehrspieler Deniz Dogan so bestätigen, der gegenüber dem kicker erklärte: „Der Hauptdarsteller war heute kein Fußballspieler.“ So soll es vor dem 3:1-Endstand durch Angreifer Boubacar Sanogo ein Foulspiel an Norman Theuerkauf gegeben haben. Auch die Gelb-Rote Karte für Eintrachts Mittelfeldspieler wegen Meckerei wurde kontrovers diskutiert. Deshalb ging auch der Trainer des Spitzenreiters, Torsten Lieberknecht, mit dem Unparteiischen hart ins Gericht: „Ein Mann wurde diesem Spitzenspiel nicht gerecht“, fand er deutliche Worte in Richtung Gräfe. Zugleich lobte er sein Team: „Ich kann meiner Mannschaft eigentlich nur beim Tor zum 0:1 einen Vorwurf machen.“

Trotz der Niederlage rangieren die Braunschweiger auch weiterhin mit 34 Punkten auf dem ersten Tabellenplatz. Dahinter stehen mit zwei respektive drei Punkten Rückstand die Bundesliga-Absteiger Hertha BSC und der 1. FC Kaiserslautern. Für Dogan könnte diese Niederlage auch etwas Positives haben, wenn er sagt: „Die Niederlage wirft und nicht um. Wir werden daraus lernen und gestärkt hervor gehen.“ Nach den bisher gezeigten Leistungen ist dies der Eintracht durchaus zuzutrauen.

Von Henning Klefisch