Eintracht Braunschweig: Droht tatsächlich der Abstieg?

Mahnende Worte von Trainer Lieberknecht

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 26.11.17 | 08:10
Torsten Lieberknecht

Hat den Abstiegskampf ausgerufen: Torsten Lieberknecht © Imago

Nach zuvor fünf ungeschlagenen Spielen, von denen bei vier Remis freilich nur eines gewonnen wurde, hat es Eintracht Braunschweig am gestrigen Samstag mit einem 2:3 gegen den 1. FC Nürnberg wieder erwischt.

Anstatt halbwegs den Anschluss an die vorderen Plätze herzustellen, muss man bei der Eintracht nun den Blick erst einmal nach unten richten, sind des doch lediglich vier Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 und die letzten Vier der Tabelle spielen erst noch.

Trainer Torsten Lieberknecht fand nach der Pleite gegen den Club in der „Sportschau“ klare Worte und sprach davon, dass man sich im Abstiegskampf befinde. Die Tabelle bestätigt den erfahrenen Coach, doch muss die Eintracht wirklich ernsthaft bangen?

Nyman vor Rückkehr – Transfers zu erwarten

Klar ist, dass es in der Geschichte des Fußballs schon mehrfach Mannschaften erwischt hat, die nicht damit rechneten und lange Zeit noch höhere Ziele als nur den Klassenerhalt angepeilt haben. Daher tut man in Braunschweig sicher gut daran, die Situation nicht zu unterschätzen, zumal beim FC Ingolstadt, gegen Holstein Kiel und gegen Fortuna Düsseldorf vor Weihnachten noch richtig schwierige Aufgaben warten.

Allerdings gibt es durchaus auch Mutmacher, die darauf hoffen lassen, dass sich die Eintracht bald wieder in die obere Tabellenhälfte orientieren kann. So kehrt wohl schon kommende Woche mit Christoffer Nyman nach überstandenem Muskelfaserriss der torgefährlichste Angreifer zurück und nach der Winterpause sollen auch Mirko Boland und Domi Kumbela wieder mitwirken.

Zudem ist die Eintracht finanziell so gut aufgestellt, dass im Winter auf dem Transfermarkt nachgebessert werden kann. Und dass neue Spieler kommen sollen, haben die Verantwortlichen um Manager Marc Arnold schon durchblicken lassen.

Auch das Nürnberg-Spiel macht Hoffnung

Darüber hinaus machen aber auch Spieler, die gegen Nürnberg auf dem Platz standen, Hoffnung. Der lange glücklose Suleiman Abdullahi traf zum zweiten Mal in Folge und deutete an, vielleicht doch noch in die ihm zugedachte Torjäger-Rolle schlüpfen zu können.

Jan Hochscheidt, dessen Zeit ebenfalls schon abzulaufen schien, setzte zuletzt positive Akzente und der lange krankheitsbedingt ausgefallene Patrick Schönfeld arbeitet sich über Kurzeinsätze weiter heran und sollte im neuen Jahr wieder eine vollwertige Option sein.

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