Eintracht Braunschweig: Julius Biada bei Pyro-Vorfall im Glück

Verein kündigt Aufarbeitung an

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 15.01.21 | 12:57
Torsten Lieberknecht

Muss Torsten Lieberknecht auf Julius Biada verzichten? © Imago

Begleitet von rund 4.300 eigenen Fans gastiert Eintracht Braunschweig am heutigen Samstag zum Niedersachsenderby bei Hannover 96. Das Duell der beiden Erzrivalen ist traditionell höchst brisant und in diesem Jahr zudem das Aufeinandertreffen zweier direkter Konkurrenten im extrem engen Aufstiegsrennen. Für Zündstoff auf dem Platz ist damit auf jeden Fall gesorgt und auf den Rängen dürfte die Atmosphäre hitzig werden.

Einen Vorgeschmack gab es bereits beim Braunschweig Abschlusstraining am Freitag, das eigentlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollte. Dennoch waren rund 200 Fans der Eintracht vor Ort und sorgten mit dem Abbrennen von Pyrotechnik für vorübergehendes Chaos. Ein Feuerwerkskörper explodierte in der Nähe von Julius Biada, der das Training wenig später abbrechen musste. Ob der Offensivmann, dem es nach Angaben des Vereins am Abend schon wieder besser ging, in Hannover eingesetzt werden kann, ist fraglich.

„Die Vorkommnisse sind nicht zu tolerieren“

Bei der Eintracht zeigte man zwar Verständnis für das Vorhaben der Fans, die Mannschaft zu emotionalisieren und auf die Bedeutung des Derbys hinzuweisen, nicht aber für die Art und Weise. „Die Vorkommnisse sind nicht zu tolerieren und werden in den nächsten Tagen intern aufgearbeitet“, kündigte Pressesprecherin Denise Schäfer in einer offiziellen Stellungnahme Konsequenzen an.

Die nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am Dienstag ohnehin schon erhöhten Sicherheitsmaßnahmen werden nach dem Vorfall in Braunschweig aber wohl nicht mehr verstärkt.

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