Eintracht Braunschweig: Patrick Kammerbauer als Lösung auf links?

Ex-Nürnberger ist wieder eine Option

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 30.10.20 | 08:06
Patrick Kammerbauer bei Eintracht Braunschwegi

Ist nach überstandener Verletzung zurück auf dem Feld: Patrick Kammerbauer. ©Imago images/Jan Huebner

Das Heimspiel von Eintracht Braunschweig am morgigen Samstag gegen den 1. FC Nürnberg darf man durchaus als richtungsweisend bezeichnen. Nach vier Punkten aus den ersten fünf Spielen würde der Aufsteiger mit einem Sieg nicht nur den mit sechs Zählern anreisenden Gegner aus Franken überholen, sondern mutmaßlich einen Sprung ins Mittelfeld der Tabelle machen.

Während Torwart Felix Dornebusch seine Sperre rechtzeitig zum Duell mit seinem Ex-Klub abgesessen hat, muss Braunschweigs Trainer Daniel Meyer allerdings wieder auf der linken Abwehrseite nach einer passenden Besetzung suchen.

Nachdem sich Niko Kijewski am zweiten Spieltag einen Kreuzbandriss zugezogen hat und ein Versuch mit Innenverteidiger Robin Ziegele wenig erfolgreich verlief, schien sich zunächst Nico Klaß als Lösung herauszukristallisieren. Der Youngster allerdings erwischte am vergangenen Wochenende bei Jahn Regensburg (0:3) einen schwarzen Tag, garniert mit einer gelb-roten Karte und damit einer Sperre für das Spiel gegen Nürnberg.

Schlüter, Wiebe oder Kammerbauer?

Gegen Nürnberg könnte nun die Stunde von Lasse Schlüter schlagen, dem neben Kijewski zweiten Spezialisten für die linke Abwehrseite, dem Trainer Meyer in dieser Saison indes erst sechs Minuten Einsatzzeit gewährte. Weil Schlüter bei Meyer offenkundig keine Idealbesetzung darstellt, sind gegen Nürnberg auch andere Besetzungen denkbar.

So könnte mit Danilo Wiebe ein eigentlich zentraler Mittelfeldspieler, der von Meyer zum rechten Außenbahnspieler umfunktioniert wurde, die Seite wechseln. Oder aber Patrick Kammerbauer rückt auf freilich auch eher ungewohnter Position ins Team. Der 23-Jährige, der nach überstandener Verletzungspause in Regensburg ein 14-minütiges Comeback feierte, ist zwar eigentlich auch im Mittelfeldzentrum zu Hause, hat in der Vergangenheit aber bereits als Rechtsverteidiger agiert und im Nachwuchsbereich auch als linker Verteidiger ausgeholfen.

„ Letzten Endes entscheidet der Trainer, wer wo spielt. ”
Patrick Kammerbauer

„Letzten Endes entscheidet der Trainer, wer wo spielt“, deutete Kammerbauer auf kicker.de an, auch für die linke Seite bereit zu sein. Am wichtigsten wäre es für den gebürtigen Unterfranken, gegen Nürnberg überhaupt dabei zu sein. „Ich habe elf Jahre beim Club gespielt, für mich ist das selbstverständlich ein besonderes Spiel“, macht Kammerbauer kein Geheimnis aus der persönlich hohen Bedeutung der anstehenden Partie. Wie sich Coach Meyer entscheidet, bleibt freilich abzuwarten.