Eintracht Braunschweig: Saulo Decarli will drei Punkte gegen Fürth – Vertrauen in den Nachwuchs

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 17.10.14 | 07:01

Nach durchwachsenem Start mit zehn Punkten aus den ersten neun Spielen steht Eintracht Braunschweig vor richtungsweisenden Wochen. Nur wenn die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht die eklatante Auswärtsschwäche ablegt und eine positive Serie startet, dürfte der freilich nicht als offizielles Ziel ausgegebene Aufstieg weiter im Blick bleiben.

Die Spieler haben die Rückkehr in die Bundesliga jedenfalls noch nicht abgehakt. So verwies Torhüter Rafal Gikiewicz, der auch von der EM-Teilnahme mit Polen träumt, im „Kicker“ auf das Beispiel SC Paderborn, der vergangene Saison zum gleichen Zeitpunkt sogar nur neun Zähler gesammelt hatte und nun doch erstklassig spielt. Wie Gikiewicz kann auch Saulo Decarli als gelungener Transfer bezeichnet werden, wohingegen viele andere neue Spieler die Erwartungen noch nicht erfüllt haben. Decarli hat sich allerdings nach seinem verspäteten Einstieg in Folge einer in der Vorbereitung erlittenen Muskelverletzung längst als Abwehrchef etabliert. Der Schweizer äußert sich auf der offiziellen Vereinshomepage zwar nicht ganz so offensiv wie sein Keeper, hat aber auch höhere Tabellenregionen im Visier und hofft dafür auf einen Sieg am Samstag gegen die SpVgg Greuther Fürth: „Es wird ein schwieriges Match. Fürth ist ein ambitioniertes Team, aber das sind wir auch. Es treffen zwei gute Mannschaften aufeinander, das wird ein tolles Spiel. Wir wollen diese drei Punkte holen, um weiter nach vorne zu kommen.“

Auf der vereinseigenen Homepage hat sich dieser Tage auch Sportchef Marc Arnold zu Wort gemeldet, der inesgesamt die Personalpolitik der letzten Monate verteidigte und weiter an die Neuen des Sommers glaubt: „Es ist, wie gesagt, ein normaler Prozess, dass gute Spieler den Verein verlassen. Aber dafür haben wir auch gute junge Leute dazu geholt, die sich eben noch entwickeln müssen. Die angesprochenen Abgänge sind Spieler, die hier auch erst ihre Entwicklung genommen haben. So wird das mit den aktuellen Neuzugängen auch sein.“

Zugleich betonte Arnold, dass künftig der in der Vergangenheit lange vernachlässigten Nachwuchsarbeit mehr Bedeutung zukommen wird: „Wir haben ja mit Mohammed Baghdadi im Sommer schon den ersten Schritt gemacht und einen Spieler aus dem NLZ zu den Profis hochgezogen. Julius Düker hat jetzt die Chance bekommen, mal ein paar Minuten zu spielen. Das soll insgesamt schon als Zeichen gewertet werden, gerade in den Nachwuchs hinein, wo in den letzten ein bis zwei Jahren wirklich ganz, ganz tolle Arbeit geleistet worden ist. Wir haben da auch sehr viel gemeinschaftlich aufgebaut und sind dort auf dem richtigen Weg. Das muss auch die Zukunft der Eintracht sein, immer mal wieder Spieler aus dem Nachwuchs zu den Profis zu bringen.“