Eintracht Braunschweig: Stadionvorstellung

Das Eintracht-Stadion im Detail

Eintracht-Stadion Braunschweig, Heimspielort der "Löwen".

Die Eintracht-Arena, Heimspielort der „Löwen“ aus Braunschweig.©Imago HochZwei/Angerer

Axel Bosse war schon als kleines Kind regelmäßig an der Hamburger Straße anzutreffen. Der Musiker und Songwriter ist wohl einer der bekanntesten Fans von Eintracht Braunschweig. Er hat der Eintracht auch ein Lied gewidmet, das vor jedem Heimspiel aus den Stadionlautsprechern dröhnt und jeder Fan der Eintracht im Schlaf mitsingen kann: „Zwischen Harz und Heideland“. Genau dort sind auch wir, in unserer Serie der Stadionvorstellungen ist heute nämlich das Eintracht-Stadion an der Reihe.

Name: Eintracht-Stadion (Anfahrt)
Fassungsvermögen: 23.325 Plätze
Sitzplätze: 12.650 (komplett überdacht)
Stehplätze: 10.675 (komplett überdacht)
Rollstuhlplätze: Haupttribüne (insgesamt 60 Plätze)
Gästeblock: Blöcke 18 und 19 in der Nordkurve (Was darf ich mitnehmen?)

Historie

Die Tore des Eintracht-Stadions an der Hamburger Straße öffneten sich im Jahr 1923. In den 1950er Jahren wurde eine Flutlichtanlage installiert – damals die erste überhaupt im Norden der Republik. Dies jedenfalls war ein Argument dafür, die Eintracht im Gründungsjahr der Bundesliga als Mitglied aufzunehmen.

Die Braunschweiger starteten rasch durch, etablierten sich, obwohl die Mannschaft aus No-Names bestand. Die Krönung erfolgte 1967. Als Underdog sammelten die „Löwen“ Punkt um Punkt, sicherten sich nach Spieltag sechs erstmals die Tabellenführung, am Ende war das Team von Coach Helmuth Johannsen dann tatsächlich Deutscher Meister.

Kein Wunder, dass das Eintracht-Stadion regelmäßig gut 40.000 Fans anlockte. 38.000 waren es im Meisterjahr gegen den großen FC Bayern, der regelrecht gedemütigt wurde und mit 2:5 unterlag – obwohl auch Franz Beckenbauer, Gerd Müller und Sepp Maier an jenem Tag mitgewirkt hatten.

So erfolgreich aber ging es in den Folgejahren nicht weiter. Im Gegenteil: Es folgten Modernisierungsmaßnahmen, die vor allem durch die teuren Arbeiten an der Haupttribüne zum Kollaps führten. Die tatsächlichen Kosten waren weitaus höher als geplant, der Klub war plötzlich tief verschuldet. Sogar der Lizenzentzug drohte, im letzten Moment sprang die Stadt Braunschweig ein und kaufte im Jahr 1981 das Gelände der Eintracht samt Stadion.

Umfassende Renovierungsarbeiten, die auch dringend nötig waren, erfolgten schließlich in den 1990er Jahren – ebenfalls dank Unterstützung der Stadt. Seit dem Jahr 2006 wird das Stadion von der kommunalen Stadthalle Braunschweig Betriebsgesellschaft mbH betrieben.

Die Heimspielstätte der „Löwen“ bekam eine Rasenheizung und im Jahr 2008 erhielt sie ihren Namen „Eintracht-Stadion“ zurück, die nach dem Kauf der Stadt über Jahrzehnte „Städtisches Stadion an der Hamburger Straße“ geheißen hatte.

2013, als die Braunschweiger zuletzt den Sprung in die erste Liga schafften, wurden letzte Modernisierungsarbeiten, etwa an der Haupttribüne, abgeschlossen. Neben den Fußballern sind auch die Braunschweiger Footballer der New Yorker Lions im Eintracht-Stadion zu Hause. Zudem wird die Arena für Leichtathletik-Events genutzt, ein Höhepunkt war die Team-EM 2014.

Bereits vorgestellte Stadien
Kaiserslautern (Fritz-Walter-Stadion)
Bielefeld (Schüco-Arena)
Darmstadt (Merck-Stadion am Böllenfalltor)
Duisburg (Schauinsland-Reisen-Arena)
Fürth (Sportpark Ronhof)
Kiel (Holstein-Stadion)
Regensburg (Continental Arena)

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