Eintracht Braunschweig: Startet Suleiman Abdullahi noch durch?

Nicht alle neuen Stürmer schlugen sofort ein

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 12.11.17 | 07:43
Suleiman Abdullahi von Eintracht Braunschweig

Wartet noch auf seinen Durchbruch. Löwen-Stürmer Stürmer Suleiman Abdullahi. ©Imago/Hübner

Zum gestrigen 7:0-Sieg im Test gegen den Goslarer SC steuerte Suleiman Abdullahi nach seiner Einwechslung zur Pause den Treffer zum zwischenzeitlichen 5:0 bei und bestätigte damit seine zuletzt zumindest leicht aufsteigende Form.

Beim 2:2 am vergangenen Wochenende gegen den SV Darmstadt 98 war Abdullahi an beiden Eintracht-Toren maßgeblich beteiligt. Vor dem 1:0 verlängerte der Nigerianer eine Ecke, die Aytac Sulu letztlich ins eigene Tor beförderte und vor dem 2:2 ließ Darmstadts Schlussmann Joel Mall Abdullahis Schuss vor die Füße des abstaubenden Patrick Schönfeld fallen.

Erst ein Tor in 23 Ligaspielen

In Braunschweig haben die beiden Scorerpunkte gegen Darmstadt die Hoffnung geweckt, dass Abdullahis lang erwarteter Durchbruch vielleicht nun doch bevorstehen könnte. Die Verantwortlichen sind auf jeden Fall nach wie vor überzeugt vom 20-Jährigen, der im Sommer 2016 für einen hohen sechsstelligen Betrag von Viking Stavanger losgeeist, dann aber nach vielversprechender Vorbereitung von einer Knieverletzung zurückgeworfen wurde.

Bei 13 Einsätzen in der vergangenen Saison kam Abdullahi lediglich auf ein Tor und auf eine Vorlage. In der laufenden Spielzeit waren die beiden Assists gegen Darmstadt die ersten Scorerpunkte für den 1,85 Meter großen Angreifer, der am Freitag bei Arminia Bielefeld in Abwesenheit der weiter verletzten Domi Kumbela und Christoffer Nyman voraussichtlich erneut in der Startelf stehen wird.

Nyman und Berggreen funktionieren auf Anhieb

Kumbela dient indes als gutes Beispiel, dass man neuen Stürmern in Braunschweig Zeit geben sollte. Der heute 33-Jährige traf in seiner ersten Zeit bei der Eintracht 2007/08 in 14 Regionalligaspielen lediglich zweimal und startete erst nach seiner Rückkehr 2009/10 mit fünf Treffern in 16 Drittligaspielen langsam, aber sicher durch.

Nyman hingegen benötigte keine lange Anlaufzeit und traf in seiner Premierensaison 2016/17 gleich elfmal. Ähnlich gut lief es bei Emil Berggreen, der sich 2014/15 mit fünf Treffern in 13 Spielen anmeldete und diese Quote bis zu seinem Wechsel zum 1. FSV Mainz 05 halten konnte.

Kruppke und Nielsen mit Anlaufzeit

Einen solch guten Start legten indes bei weitem nicht alle neuen Eintracht-Angreifer der jüngeren Vergangenheit hin. Selbst Dennis Kruppke, der über Jahre hinweg eine Konstante war, beließ es 2007/08 bei nur einem Tor in 13 Regionalliga-Spielen. Havard Nielsen erzielte 2013/14 in 16 Bundesliga-Spielen auch nur zwei Tore, wurde aber dennoch in der Folge genau wie Kruppke zum Leistungsträger.

Oftmals war es freilich auch so, dass neue Angreifer, die nicht auf Anhieb funktioniert haben, den Verein relativ schnell wieder verlassen haben. Mushaga Bakenga verabschiedete sich nach zwei Toren in 17 Spielen der Saison 2014/15 wieder, Mads Hvilsom blieb ein Jahr später bei seinen fünf Einsätzen torlos und Torsten Oehrl brachte es, freilich auch verletzungsbedingt, nach seiner Rückkehr 2013 nur auf zwei Tore in zwölf Ligaspielen.

Orhan Ademi hatte derweil 2012/13 mit vier Toren und vier Vorlagen einen guten Start, konnte diesen aber nicht bestätigen und traf in den 48 noch folgenden Ligaspielen im BTSV-Trikot lediglich zwei weitere Male.

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