Eintracht Braunschweig: Wohl mit Torsten Lieberknecht ins Endspiel

Trainer übernimmt die Verantwortung

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.18 | 17:03
Torsten Lieberknecht

Nahm die Schuld für die Pleite gegen Ingolstadt auf sich: Torsten Lieberknecht © Imago / Revierfoto

Nach Platz drei am Ende der Vorsaison und der gegen den VfL Wolfsburg verlorenen Relegation ist Eintracht Braunschweig als Aufstiegskandidat in die laufende Spielzeit gestartet, steht nun vor dem letzten Spieltag aber am Abgrund zur 2. Bundesliga.

Nach sechs sieglosen Spielen in Folge mit nur drei Punkten ist die Eintracht auf Relegationsplatz 16 abgerutscht und muss zum Abschluss bei Holstein Kiel gewinnen, um sich aus eigener Kraft zu retten. Selbst ein Unentschieden könnte in Abhängigkeit von den anderen Ergebnissen nicht nur das Verpassen des direkten Klassenerhalts, sondern sogar den Abstieg bedeuten.

Entsprechend geschockt war man nach dieser dramatischen Verschlechterung der Ausgangslage im Anschluss an die 0:2-Heimpleite gegen den FC Ingolstadt. Trainer Torsten Lieberknecht war sichtlich mitgenommen und stand mit Tränen in den Augen vor der Südkurve. Natürlich im Wissen um die seit langer Zeit schwierigste Situation seiner beinahe zehnjährigem Amtszeit.

Lieberknecht mit Selbstkritik

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel nahm Lieberknecht sämtliche Schuld für die Niederlage und eine ganz schwache Vorstellung auf sich: „Die Niederlage war sportlich verdient. Wir haben auf dem Platz zu keinem Zeitpunkt gute Entscheidungen getroffen. Die Art und Weise, wie wir die Mannschaft auf den Platz geschickt haben, hat nicht funktioniert. Ich habe die Jungs nicht perfekt vorbereitet.“

„ Ich habe die Jungs nicht perfekt vorbereitet. ”
Torsten Lieberknecht

Nachdem er zuvor bei Sky die Frage nach einem möglichen Rücktritt noch unbeantwortet gelassen und so Spekulationen geschürt hatte, richtete Lieberknecht den Blick auf der PK schon wieder auf das Endspiel am kommenden Sonntag: „Nun müssen wir für das Spiel gegen Holstein Kiel bessere Entscheidungen treffen.“

Und aktuell ist auch davon auszugehen, dass Lieberknecht in Kiel auf der Bank sitzen wird. Präsident Sebastian Ebel wollte sich bei „Sky“ zwar kurz nach Spielende nicht konkret zum Trainer äußern, deutete aber an, dass nun vor allem die Spieler gefragt seien und ein Trainerwechsel zu diesem Zeitpunkt aus seiner Sicht nicht mehr viel bringe.

Zudem bestünde die Gefahr, einen nicht unwesentlichen Teil der Fans, die den Trainer nach der Niederlage gegen Ingolstadt feierten und Manager Marc Arnold mit Schmährufen bedachten, zu verlieren, sollte eine Entscheidung gegen Lieberknecht gefällt werden.

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