HSV: Gespräche mit Douglas Santos vertagt

Langfristiger Verbleib des Brasilianers fraglich

Douglas Santos

Noch mit Vertrag bis 2021: Douglas Santos © Imago / Michael Schwarz

Mit einem Sieg in der zweiten Runde des DFB-Pokals beim SV Wehen Wiesbaden am heutigen Dienstagabend könnte der Hamburger SV seine zuletzt mit dem Trainerwechsel von Hannes Wolf für Christian Titz wieder einmal zusätzlich belastete Kasse zumindest ein wenig aufbessern.

Ein Erfolg beim Drittligisten und der damit verbundene Achtelfinal-Einzug brächten dem HSV 664.000 Euro an garantierten Vermarktungseinnahmen. Hinzu kämen noch die Zuschauereinnahmen, sodass bei einem attraktiven Gegner schnell eine siebenstellige Summe beisammen wäre.

Geld, das der HSV in vielerlei Hinsicht gut gebrauchen könnte. Natürlich auch für die Kaderplanung, die auch im Aufstiegsfall nicht einfach würde, stehen doch nach jetzigem Stand für die neue Saison die aktuell nur ausgeliehenen Orel Mangala (VfB Stuttgart) und Hee-Chan Hwang (Red Bull Salzburg) nicht mehr zur Verfügung.

Nächste Gespräche erst nach der Saison

Das Duo zu ersetzen bzw. vielleicht doch zu halten, wird ebenso schwierig wie Douglas Santos von einem langfristigen Verbleib in Hamburg zu überzeugen. Der brasilianische Linksverteidiger besitzt zwar noch einen Vertrag bis 2021 ohne Ausstiegsklausel, wird aber vermutlich auch nach dieser Saison wieder das Interesse anderer Vereine auf sich ziehen.

Schon im Sommer fühlten mehrere Erstligisten aus dem In- und Ausland wegen Douglas Santos vor, für den der HSV aber eine Ablöse von mehr als 20 Millionen Euro aufgerufen haben soll. Von dieser Forderung wird der HSV in den nächsten Transferperioden kaum abrücken.

Auch wenn eine Transfereinnahme in dieser Größenordnung aus wirtschaftlicher Sicht einiges entspannen würde, liegt das Hauptaugenmerk der HSV-Verantwortlichen aber darauf, Douglas Santos als sportlichen Eckpfeiler zu halten. Aktuell sind nach Informationen der Bild Gespräche über eine vorzeitige Verlängerung aber vertagt worden.

Erst nach der Saison ist die Wiederaufnahme geplant, wenn klar ist, in welcher Liga der HSV 2019/20 spielt. Müssen die Hanseaten dann erneut zweitklassig ran, dürfte Douglas Santos auf einen Wechsel drängen. Und aus finanziellen Gründen wird dann wohl auch der HSV um einen Verkauf nicht herum kommen.

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