Karlsruher SC: Hoher Druck vor dem Spiel gegen Aue

Jens Todt kritisiert

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 30.01.18 | 11:15
Karlsruher SC, Tomas Oral, Jens Todt

Die Führungsriege des KSC steht nach dem Fehlstart noch zusammen © Imago

Durch die anderen Ergebnisse ist der Karlsruher SC mit der gestrigen 0:1-Niederlage bei Hannover 96 auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Nur Arminia Bielefeld und der 1. FC Nürnberg sind ebenfalls nach sechs Spieltagen noch sieglos wie die Badener, die sich beim Bundesliga-Absteiger vor allem in der Offensive wieder harmlos präsentierten und mit nur zwei Treffer den schlechtesten Angriff der Liga stellen.

„ Der Gesamtauftritt ist überhaupt nicht ausreichend. ”
Jens Todt

Während Trainer Tomas Oral bei Sky keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die schwache Vorstellung seiner Mannschaft machte, kritisierte Sportdirektor Jens Todt bei abseits-ka die mangelnde Entschlossenheit der KSC-Profis: „Der Gesamtauftritt ist überhaupt nicht ausreichend. Wir müssen agieren, nicht nur reagieren. Ich verstehe nicht woher die Angst kommt. Es ist möglich hier was zu holen, aber nicht mit der Leistung.“

Oral kündigt Änderungen an

Gegenüber dem „Kicker“ (Ausgabe 77/2016 vom 22.09.2016) sprach Todt auch von einer „mutlosen Leistung„, womit zwischen den Zeilen zu erkennen ist, dass die Verantwortlichen unverändert von der Qualität des Kaders überzeugt sind. Nichtsdestotrotz wird es nach der Partie in Hannover personelle Konsequenzen geben, wie Coach Oral direkt nach Spielschluss ankündigte.

Oral, der zuletzt zweimal nacheinander der gleichen Startelf vertraut hat, genießt grundsätzlich noch das volle Vertrauen der Vereinsführung, doch mit Blick auf die Tabelle sollten die Badener noch vor der Länderspielpause den Bock umstoßen. Gerade am Samstag zu Hause gegen Erzgebirge Aue ist ein Sieg nahezu Pflicht, zumal die anschließende Auswärtsaufgabe bei der gut gestarteten Düsseldorfer Fortuna nicht einfach zu werden droht.