KSC: Auch ohne Dominik Kother viele Optionen

Youngster fehlt gegen Darmstadt gesperrt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Freitag, 30.10.20 | 08:14
Benjamin Goller beim KSC

Benjamin Goller ist ein Startelf-Kandidat gegen Darmstadt 98. ©Imago images/Schreyer

Am Ende der vergangenen Saison hat sich Dominik Kother beim Karlsruher SC als belebendes Element erwiesen und mit seinem ersten Profi-Tor am letzten Spieltag bei Greuther Fürth (2:1) wesentlich zum letztlich auf direktem Wege geschafften Klassenerhalt beigetragen. Nach einem Joker-Einsatz bei der 0:2-Niederlage zum Saisonauftakt bei Hannover 96 stand der 20-Jährige dann vier Mal in Folge in der Karlsruher Startelf und verbuchte beim 3:0 gegen den SV Sandhausen sein zweites Zweitliga-Tor.

Beim jüngsten 1:1 beim 1. FC Nürnberg gab es für Kother, der zwischenzeitlich auch in der U21-Nationalmannschaft debütieren durfte und dabei beim 5:0 in Moldawien auch gleich traf, aber auch eine weniger erfreuliche Premiere. Binnen weniger Minuten handelte sich der Youngster zwei Verwarnungen ein und musste eine Viertelstunde vor dem Ende mit Gelb-Rot vom Platz.

Gegen Darmstadt 98 am Sonntag muss Trainer Christian Eichner nun auf Kother verzichten, hat aber dennoch im Offensivbereich einige Optionen. Entscheidet sich Eichner dafür, ansonsten alles beim Alten zu lassen, wäre Marc Lorenz als linker Außenbahnspieler die erste Wahl. Denkbar ist aber auch, dass Benjamin Goller die Rolle übernimmt, wenngleich sich die Leihgabe von Werder Bremen auf rechts wohler fühlt.

Doppelsechs oder Fröde als einziger Abräumer?

Eine elegante Variante, den zuletzt nach einer Sprunggelenksverletzung nur eingewechselten Marvin Wanitzek zurück in die Startelf zu bekommen, wäre für Eichner derweil die Versetzung von Kyoung-Rok Choi von der Zehner-Position auf den linken Flügel. In diesem Fall würde eine zentrale Position für Wanitzek frei, der dann wieder mit Lukas Fröde und Jerome Gondorf das Herzstück der Karlsruher Spiels bilden würde. Ob in einem 4-1-4-1 mit Fröde als einzigem Sechser oder wie zuletzt mit Fröde und Gondorf als Doppelsechs, bliebe abzuwarten.

Da Marco Djuricin in Nürnberg als Rechtsaußen nicht seinen besten Tag erwischte, ist freilich auch ein weiterer Umbau im Bereich des Möglichen. So wäre auch eine Flügelzange mit zwei Akteuren aus dem Trio Choi, Goller und Lorenz neben dem gesetzten Mittelstürmer Philipp Hofmann möglich. Für Trainer Eichner gibt es auf jeden Fall unangenehmere Probleme, zumal auch im Defensivbereich mit den spät verpflichteten bzw. wieder unter Vertrag genommenen Sebastian Jung und Daniel Gordon der Konkurrenzkampf tobt.