KSC: Bangen um Christoph Kobald

Routiniers Gordon und Pisot stünden als Ersatz parat

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Mittwoch, 14.10.20 | 08:04
Christoph Kobald beim KSC

Christoph Kobald musste das Training am Dienstag abbrechen. © imago images / Sportfoto Rudel

Dass es beim Karlsruher SC vor allem in der Offensive hakt, lässt sich beim Blick auf die bisherigen Ergebnisse dieser Saison unschwer erkennen. In allen vier Pflichtspielen gingen die Badener nicht nur als Verlierer vom Platz, sondern erzielten kein einziges Tor. Fünf Gegentreffer inklusive dem Pokal-Aus gegen den 1. FC Union Berlin (0:1 n.V.) in 390 Pflichtspielminuten sind dagegen keine ganz schlechte Bilanz, wenngleich auch in diesem Bereich noch Luft nach oben vorhanden ist.

Am Samstag im sicherlich schon richtungsweisenden Heimspiel gegen den SV Sandhausen soll nun nach Möglichkeit erstmals dreifach gepunktet werden. Hinten nichts zuzulassen wäre dabei angesichts der Offensivproblematik von enormer Bedeutung. Aktuell allerdings weiß Trainer Christian Eichner noch nicht, in welcher Besetzung er seine Hintermannschaft auf den Platz schicken kann.

Während der nachverpflichtete Rechtsverteidiger Sebastian Jung auch wegen der zuletzt guten Leistungen von Marco Thiede wohl noch kein Thema für die Startelf ist, spricht auf der linken Abwehrseite einiges für einen erneuten Anlauf mit Philip Heise, da Konkurrent Dirk Carlson mit der luxemburgischen Nationalmannschaft unterwegs war und so im Training fehlte.

Kobald muss Training abbrechen

In der Innenverteidigung hat sich das Duo Robin Bormuth und Christoph Kobald etabliert, das allerdings nun gesprengt werden könnte. Denn just bei einem Zweikampf mit Kollege Bormuth verletzte sich Kobald am gestrigen Dienstag am Sprunggelenk und musste das Training vorzeitig abbrechen. Wie schwer es den 23 Jahre alten Österreicher erwischt hat, ist noch nicht klar. Allerdings steht hinter einem Einsatz am Samstag zumindest ein Fragezeichen.

Sollte es für Kobald nicht reichen, hätte Eichner zwei erfahrene Alternativen in der Hinterhand, die vor nicht allzu langer Zeit noch feste Größen im Abwehrzentrum waren. Aktuell aber befinden sich Daniel Gordon und David Pisot lediglich im zweiten Glied, wobei letzterer den 4:2-Testspielsieg gegen den 1. FSV Mainz 05 wegen einer Bänderblessur verpasste. Sollte Kobald ausfallen, wäre wohl der erst Ende September mit einem neuen Vertrag ausgestattete Gordon, der gegen Mainz eine Stunde lang mitmischte, erste Wahl.