KSC: Der Unterhaltungswert ist gestiegen

Spiele der Schwartz-Elf deutlich torreicher als in den letzten Jahren

Philipp Hofmann gegen Osnabrück.

Philipp Hofmann steuerte vier Treffer zur bisherigen Torflut bei KSC-Spielen bei. ©imago images/Noah Wedel

Die Euphorie nach dem Traumstart mit Siegen beim SV Wehen Wiesbaden (2:1) und gegen Dynamo Dresden (4:2) ist beim Karlsruher SC verflogen. Bei Holstein Kiel (1:2), gegen den Hamburger SV (2:4) und zuletzt beim VfL Osnabrück (0:3) setzte es drei Niederlagen in Folge, die deutlich gemacht haben, dass die Bäume im Wildpark nicht in den Himmel wachsen.

Ein schwacher Trost dürfte es für die Verantwortlichen des KSC sein, dass die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz plötzlich für unterhaltsamen Fußball steht. Schon 21 Tore fielen in den ersten fünf Ligaspielen mit Karlsruher Beteiligung und damit durchschnittlich 4,20 pro Partie – nur bei Mitaufsteiger Wehen Wiesbaden war es noch ein Treffer mehr.

Die vielen Tore in den Spielen des KSC passen indes weder zu den Statistiken der vergangenen Jahren noch und vor allem nicht zu Trainer Schwartz, der dafür bekannt ist, bei seinen Teams obersten Wert auf defensive Stabilität zu legen. 2017/18, als Schwartz nach verpatztem Saisonstart das Zepter übernahm, standen nach 38 Drittliga-Spieltagen 49:29-Tore zu Buche und in der vergangenen Aufstiegssaison 64:38-Treffer.

Nach 2,05 und 2,68 Toren pro Partie mit KSC-Beteiligung sind die aktuell weit überdurchschnittlichen 4,20 Treffer ein Wert, der kaum gewollt sein dürfte und der sich aller Voraussicht nach auch nicht halten lassen wird.

Nur im Pokal steht hinten die Null

An die erzielten neun Tore würde der KSC zwar gerne anknüpfen, doch schon die letzten Spiele lassen erahnen, dass sich die Gegner besser auf die Karlsruher Offensive, die mit Philipp Hofmann ein neues Element hinzugewonnen hat, eingestellt haben. Der anfänglich noch etwas vorhandene Überraschungseffekt wird auch in den nächsten Wochen immer weniger greifen.

Daran, dass abgesehen vom 2:0 im DFB-Pokal gegen Hannover 96 hinten noch nicht die Null stand, gilt es derweil zuvorderst zu arbeiten. An der personellen Besetzung dürfte Coach Schwartz dabei zumindest zunächst noch nicht rütteln, hat die Aufstiegsviererkette doch ebenso schon in der 2. Bundesliga überzeugt wie Torwart Benjamin Uphoff und die Doppelsechs mit Marvin Wanitzek und Lukas Fröde.

Klar aber ist, dass schon am Freitag in einer Woche gegen den SV Sandhausen eine Steigerung in vielen Bereichen vonnöten ist, um die Gegentorflut der letzten Spiele einzudämmen.

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