KSC: Malik Batmaz macht auf sich aufmerksam

Youngster überzeugt beim ersten Startelfeinsatz

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 22.12.20 | 07:21
Malik Batmaz

Verbuchte bei seinem ersten Startelfeinsatz direkt einen Assist: Malik Batmaz. © imago images / Sportfoto Rudel

Der Karlsruher SC hat seinen Negativtrend nach zuvor vier Siegen in Folge vor Weihnachten nicht mehr stoppen können. Auf die Pleiten gegen Fortuna Düsseldorf (1:2) und bei Erzgebirge Aue (1:4) folgte am gestrigen Montag ein ebenso bitteres wie unglückliches 1:2 gegen den Hamburger SV. Der Auftritt gegen den Top-Aufstiegsfavoriten machte abgesehen von den ersten Minuten, als auch mehrere Gegentore möglich waren, indes Mut für die weitere Saison.

Besonders auf sich aufmerksam machen konnte Malik Batmaz, der von Trainer Christian Eichner nach zuvor neun überwiegend späten Einwechslungen durchaus überraschend zum ersten Mal in die Startelf berufen wurde. In einem 4-2-3-1 in hängender Rolle hinter Torjäger Philipp Hofmann aufgeboten präsentierte sich der 20-Jährige überaus engagiert und für die Hamburger Defensive als stetiger Unruheherd.

Vorlage zu Hofmanns Ausgleich

Batmaz, der 2018/19 noch in der 3. Liga seine ersten Einsätze bei den KSC-Profis verzeichnete und vergangene Saison lediglich auf Leihbasis bei der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart (zwei Tore in drei Regionalliga-Spielen) etwas Spielpraxis sammeln konnte, zeigte keinerlei Respekt vor dem namhaften Gegner, war immer anspielbar und kreierte immer wieder gefährliche Aktionen. So war es auch Batmaz, der in der 14. Minute mit viel Übersicht auf Hofmann weiterleitete, der zum 1:1-Ausgleich traf.

Über seinen ersten Scorerpunkt im ersten Zweitliga-Einsatz von Anfang an überhaupt wusste Batmaz mit seiner Einsatzfreude zu gefallen und ging mutig in offensive Zweikämpfe, die der Youngster auch gegen robuste Gegner wie Toni Leistner mehrfach für sich entscheiden konnte. Mit seiner Schnelligkeit gelang es Batmaz ähnlich wie Benjamin Goller auf dem rechten Flügel häufig Lücken zu reißen, um dann mit enger Ballführung Zug zum Tor zu entwickeln oder auch durchaus clever Freistöße herauszuholen.

Dem im baden-württembergischen Bretten geborenen Deutsch-Türken, der auf bislang zwei U17-Länderspiele für die Türkei zurückblicken kann, gelang bis zu seiner Auswechslung nach 76 Minuten zwar bei weitem auch nicht alles, doch wäre es keine Überraschung, würden auf die ansprechende Vorstellung gegen den HSV weitere Einsätze von längerer Dauer folgen.