KSC: Mehr offensive Alternativen im Endspurt?

Langzeitverletztes Trio arbeitet am Comeback

Kyoung-Rok Choi

Kyoung-Rok Choi trainiert nach langer Verletzungspause zumindest wieder auf Rasen. © imago images / Sportfoto Rudel

Nicht zuletzt aufgrund der Diskussionen um eine Planinsolvenz, über die nach jetzigem Stand am 15. Mai eine nur virtuell mögliche, außerordentliche Mitgliederversammlung entscheiden soll, befindet sich der Karlsruher SC derzeit in unruhigen Zeiten. Das sportliche Geschehen rückt im Zuge dessen fast ein wenig in den Hintergrund. Dabei hat es für die wirtschaftliche Zukunft des Vereins oberste Bedeutung, dass der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gelingt.

Die Ausgangslage ist mit Platz 17 sowie vier Punkten Rückstand ans rettende Ufer und einem Zähler bis zum Relegationsplatz nicht die beste, beinhaltet gleichermaßen aber noch alle Chancen auf die Rettung. Dazu beitragen können an den finalen neun Spieltagen möglicherweise auch drei Offensivspieler, die in dieser Saison bisher verletzungsbedingt nur untergeordnete Rollen spielen konnten.

Ben-Hatira nach der Corona-Pause gesperrt

Marco Djuricin, Kyoung-Rok Choi und Martin Röser sind zu Wochenbeginn auf jeden Fall auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Und wenngleich das Trio zunächst weiter individuell in der Reha arbeitet, so sind die ersten Trainingseinheiten mit Ball und auf Rasen doch ein großer Schritt in Richtung Comeback.

Insbesondere Choi, der im Dezember einen Kreuzbandriss erlitt, hat schon gezeigt, in der 2. Bundesliga entscheidende Akzente setzen zu können. Der Koreaner wird aber mutmaßlich noch längere Zeit benötigen, um wieder einsatzfähig zu sein. Schneller gehen könnte es bei Djuricin, der sich im Februar einen Innenbandriss im Knie zugezogen hat und bei Röser, den lange muskuläre Probleme plagten.

Angesichts von nur vier Toren in den letzten neun Pflichtspielen wäre KSC-Coach Christian Eichner sicherlich dankbar für jede offensive Alternative, zumal Winterneuzugang Änis Ben-Hatira nach der Corona-Pause noch eine Rotsperre absitzen muss. Sollte es wie von der DFL erhofft spätestens Mitte Mai wieder losgehen, wird es für Choi, Djuricin und Röser aber wohl eher noch nicht reichen.