KSC: Offene Fragen vor dem Start

Zukunft von Stiefler und Gordon weiter ungeklärt

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 02.08.20 | 07:50
Oliver Kreuzer

Hat noch einige Baustellen abzuarbeiten: Sportchef Oliver Kreuzer. © imago images / Kirchner Media

Während andernorts der Trainingsauftakt unter Ausschluss der Öffentlichkeit erfolgt, sind beim ersten Mannschaftstraining des Karlsruher SC in der Vorbereitung auf die Spielzeit 2020/21 am Dienstag Zuschauer dabei sein. Dank eines detaillierten und mit den zuständigen Behörden abgestimmten Hygienekonzeptes können sich zumindest rund 400 Fans direkt vor Ort im Wildparkstadion ein Bild vom neuen Aufgebot machen, wobei sich die neuen Gesichter in überschaubarem Rahmen halten.

Mit dem vom SV Werder Bremen ausgeliehenen Flügelspieler Benjamin Goller und Torwart Markus Kuster vom SV Mattersburg werden nach jetzigem Stand nur zwei Neue dabei sein, wenn der frischgebackene Fußball-Lehrer Christian Eichner zum Aufgalopp bittet. Ob auch Florian Kath vom SC Freiburg, ein weiterer Akteur für die offensive Außenbahn, mitmischen kann, ist fraglich. Mit dem 25-Jährigen soll zwar eine Einigung erzielt worden sein, doch laut „kicker“ (Ausgabe 63/2020 vom 30.07.2020) ist der Karlsruher Etat von 8,1 Millionen Euro bereits ausgeschöpft.

Stiefler würde gerne bleiben

Deshalb stockt offenbar auch die Verlängerung mit Routinier Daniel Gordon, mit dem man sich dem „kicker“ zufolge ebenfalls grundsätzlich auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt haben soll.

Bei Manuel Stiefler gibt es ähnliche Wasserstandsmeldungen dagegen noch nicht. Der 32-Jährige, dessen Vertrag wie bei Gordon Ende Juni ausgelaufen ist, hatte bereits Anfang Mai von einem positiven Austausch mit den KSC-Verantwortlichen berichtet und durchblicken lassen, dass die ungewisse Zukunft eine Belastung darstellt, doch konkret getan hat sich in den vergangenen drei Monaten nichts.

Die Zukunft des Routiniers ist weiter offen
„ Ich würde sehr gerne in Karlsruhe bleiben. ”
Manuel Stiefler

Nun unterstrich der flexibel einsetzbare Mittelfeldspieler gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ seinen Wunsch, beim KSC zu verlängern, verbunden mit der Hoffnung auf eine baldige Vollzugsmeldung: „Ich würde sehr gerne in Karlsruhe bleiben. Meine Familie und ich fühlen uns hier sehr wohl. Ich habe Verständnis für die aktuelle Situation des Clubs, hoffe aber natürlich trotzdem, dass wir zeitnah einen Haken dran bekommen.“

Ob Stiefler am Dienstag im Wildparkstadion dabei sein wird, ist indes ebenso fraglich wie im Falle von Gordon. Sofern beide eine Rolle in den Planungen spielen, dürfte der KSC aber nichts unversucht lassen, um das Duo von Anfang an dabei zu haben.