KSC: Ohne Hofmann zu wenig Durchschlagskraft

Zukunft des Torjägers weiter unklar

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Sonntag, 20.09.20 | 07:24
Philipp Hofmann

Beim 0:2 in Hannover nicht im Einsatz: Philipp Hofmann. © imago images / Sportfoto Rudel

Der Karlsruher SC hat nach dem bitteren Pokal-Aus in der Verlängerung gegen den 1. FC Union Berlin auch das zweite Pflichtspiel der neuen Saison verloren. Bei Hannover 96 unterlagen die Badener am Samstagnachmittag mit 0:2 und finden sich damit direkt wieder im hinteren Bereich der Tabelle wieder.

Das Thema rund um den KSC war indes nicht die Pleite bei Aufstiegsaspirant Hannover, sondern das Fehlen von Philipp Hofmann, der Sportchef Oliver Kreuzer und Trainer Christian Eichner am Abend zuvor darüber informiert hatte, nicht spielen zu können. „Philipp hat uns gestern informiert – den Trainer und mich – dass er sich nicht imstande fühlt, heute aufzulaufen“, erklärte Kreuzer bei „Sky“, freilich nicht ohne seine persönliche Bewertung anzufügen: „Ich glaube nicht, dass es ihm körperlich schlecht geht. Das ist vielleicht ein letzter Versuch, den Wechsel zu erzwingen.“

Hofmann an über der Hälfte der KSC-Tore 2019/20 direkt beteiligt

Kein Geheimnis ist es, dass der 1. FC Union Berlin um den 17-fachen Torschützen der vergangenen Saison wirbt. Allerdings liegen beide Vereine in Sachen Ablöse noch weit auseinander. „Momentan passt es nur für Philipp und Union, aber nicht für den KSC. Wir sind weit weg von dem, was sich Union vorstellt“, machte Kreuzer auch deutlich, dass sich die Berliner noch deutlich bewegen müssen.

„ Momentan passt es nur für Philipp und Union, aber nicht für den KSC. ”
Oliver Kreuzer

Aktuell geht Kreuzer deshalb davon aus, dass Hofmann zu Wochenbeginn wieder normal in Karlsruhe trainiert und dann für den zweiten Spieltag auch eine Option darstellt. Parallel dazu dürfte man in Karlsruhe aber auch die Fühler nach potentiellem Ersatz ausstrecken.

Denn neben dem Fakt, dass Hoffmann vergangene Saison mit 17 Toren und sechs Vorlagen an über der Hälfte der 45 KSC-Tore direkt beteiligt war, hat die Pleite in Hannover gezeigt, dass es der Eichner-Elf ohne Hofmann an Durchschlagskraft mangelt. Der KSC agierte bei ausgeglichenem Ballbesitz zwar gefällig und verbuchte auch ein Plus an Torschüssen (15:11), doch richtig gefährlich vor dem Hannoveraner Tor wurde es selten. Ohne Hofmann bzw. einen starken Ersatz in die verbleibenden 33 Spieltage zu gehen, wäre daher fraglos ein großes Risiko.