KSC: Retter Hofmann vor dem Absprung?

Torjäger weckt offenbar Begehrlichkeiten in der Bundesliga

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 29.06.20 | 07:22
Philipp Hofmann

Erzielte auch in Fürth den Karlsruher Siegtreffer: Philipp Hofmann. © imago images / Jan Hübner

Mit dem 2:1-Sieg bei Greuther Fürth hat der Karlsruher SC am gestrigen Sonntag den Kopf auf den letzten Drücker noch aus der Schlinge gezogen und dank der besseren Tordifferenz im Vergleich mit dem 1. FC Nürnberg, der nach seinem 1:1 bei Holstein Kiel nun in die Relegation muss, den direkten Klassenerhalt geschafft. Großen Anteil daran hatte zweifellos Philipp Hofmann, ohne dessen 17 Saisontreffer und acht Vorlagen es mutmaßlich zurück in die 3. Liga gegangen wäre.

Auch in Kiel avancierte Hofmann, der bereits eine Woche zuvor mit seinem Dreierpack beim 3:3 gegen Arminia Bielefeld entscheidend war, zum Mann des Tages. Zunächst bereitete der 27 Jahre alte Angreifer den Ausgleich durch das erste Profitor von Youngster Dominik Kother vor und traf dann in der 61. Minute per Elfmeter selbst zum 2:1, das bis zum Schlusspfiff Bestand haben sollte.

Mainz und Freiburg interessiert?

Keine wirkliche Überraschung ist es, dass der im vergangenen Sommer ablösefrei von Eintracht Braunschweig geholte Hofmann sich mit seinen Leistungen auch andernorts ins Blickfeld gespielt hat. Nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) soll der nur noch bis 2021 unter Vertrag stehende Angreifer in der Bundesliga Interesse geweckt haben, insbesondere beim 1. FSV Mainz 05 und beim SC Freiburg.

Freigabe für Hofmann nicht pauschal ausgeschlossen
„ Wir müssen abwarten, was kommt. ”
Vize-Präsident Holger Siegmund-Schultze

Und es ist im Moment nicht ausgeschlossen, dass Hofmann dem Werben aus dem Oberhaus unterliegt und dann auch die Freigabe erhalten würde. „Wir müssen abwarten, was kommt. Wir hatten es in der Vergangenheit ja schon häufig, dass wir im Erfolg die Situation hatten, dass andere unsere Spieler wollten und dem müssen wir auch diesmal stellen. Da gibt es leider neben dem heißen Herzen auch den kühlen Verstand und die Vernunft“, deutete Karlsruhes Vize-Präsident Holger Siegmund-Schultze gegenüber den BNN jedenfalls schon an, sich bei lukrativen Angeboten Gesprächen nicht verweigern zu wollen.

Da Hofmann an 25 von 45 KSC-Toren, also an rund 56 Prozent aller Treffer direkt beteiligt wär, wäre ein Verlust des 1,95 Meter großen Sturmtanks sicherlich alles andere als einfach zu kompensieren. Gleichzeitige böte eine millionenschwere Ablöse aber die Möglichkeit, mehrere andere Baustellen auszumerzen.