KSC: Ultimatum im Fall Philipp Hofmann

Angebot von Union Berlin noch zu niedrig

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Donnerstag, 17.09.20 | 07:26
Philipp Hofmann

Weckt mit seinen 17 Toren in der vergangenen Saison auch andernorts Begehrlichkeiten: Philipp Hofmann. © imago images / Sportfoto Rudel

Schon unmittelbar nach dem Ende der vergangenen Saison, in der Philipp Hofmann wesentlichen Anteil daran hatte, dass der Karlsruher SC auf den letzten Drücker doch noch den Klassenerhalt feiern durfte, rankten sich Spekulationen um einen Wechsels des Angreifers in die Bundesliga. Vor allem der SC Freiburg und der 1. FSV Mainz 05 wurden zu diesem Zeitpunkt Ende Juni als Interessenten genannt.

Zweieinhalb Monate später steht Hofmann nach wie vor beim KSC unter Vertrag und bereitet sich mit seinen Kollegen auf das Auftaktspiel der neuen Saison am Samstag bei Hannover 96 vor. Aber dennoch ist weiterhin nicht ausgeschlossen, dass der 27-Jährige den Verein in der bis 5. Oktober laufenden Transferperiode noch verlassen wird.

Verlängerungsklausel in Hofmanns Vertrag

Inzwischen gibt es mit dem 1. FC Union Berlin, der seinerseits Ersatz für den zum 1. FC Köln gewechselten Sebastian Andersson sucht, auch einen sehr konkreten Interessenten. „Union hat uns über das Interesse an Philipp informiert und ein offizielles Angebot hinterlegt“, verriet KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer gegenüber Bild, freilich nicht ohne den Nachsatz, dass beide Vereine noch weit auseinander liegen: „Es entspricht nicht dem, was wir uns vorstellen. Im Gegenteil: Wir haben da eine große Diskrepanz zwischen dem, was wir wollen und dem, was Union geboten hat.“

„ Es kommt der Tag, an dem wir sagen werden, es geht nichts mehr. ”
Oliver Kreuzer

Bei über drei Millionen Euro soll die Forderung des KSC liegen, die Union nach dem sechs Millionen Euro teuren Verkauf Anderssons durchaus erfüllen könnte. Im Wissen darum lehnt Kreuzer einen längeren Poker ab, sondern macht stattdessen mittels eines allerdings nicht genau definierten Ultimatums Druck auf die Eisernen: „Es kommt der Tag, an dem wir sagen werden, es geht nichts mehr. Es wird dann für uns immer schwerer, Ersatz zu finden.“

Der KSC ist unterdessen trotz Hofmanns 2021 auslaufenden Vertrages nur bedingt unter Zugzwang. Denn wie in den vergangenen Wochen durchgesickert ist und kürzlich das Portal ka-news erneut berichtete, enthält dieses Arbeitspapier eine Klausel, mit der sich der Vertrag des Angreifers schon nach sechs Liga-Einsätzen in der neuen Saison um ein weiteres Jahr verlängert.