KSC: Verjüngungskurs unausweichlich

Startelf im Schnitt die älteste der Liga

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.20 | 08:13
Christian Eichner

Christian Eichner hat mit der Verjüngung bereits begonnen. © imago images / Carmele TMC Fotografie

Beim Karlsruher SC dürfte man nach wie vor überaus froh darüber sein, nicht am Dienstag und Samstag in der Relegation gegen den FC Ingolstadt antreten zu müssen. Während es  der am letzten Spieltag noch überholte 1. FC Nürnberg mit den Schanzern zu tun bekommt, können beim KSC die Planungen für die neue Saison vorangetrieben werden.

Mit Anton Fink, Benjamin Uphoff, Änis Ben-Hatira, Burak Camoglu, Lukas Grozurek und Martin Röser haben die Badener bereits sechs Akteure mit auslaufenden Verträgen verabschiedet. Hinter weiteren Profis mit ausgelaufenen Verträgen wie Damian Roßbach, Manuel Stiefler und Daniel Gordon stehen derweil noch Fragezeichen.

Wie bei Stiefler stehen die Zeichen bei Gordon aber auf Verbleib. „Ich möchte Daniel gerne noch ein Jahr dabei haben. Er besitzt eine Riesenerfahrung und ist ein wichtiger Teil der Mannschaft“, macht Trainer Christian Eichner gegenüber den Badischen Neuesten Nachrichten kein Geheimnis aus seiner Wertschätzung für den 35 Jahre alten Innenverteidiger.

Kobald und Kother rechtfertigen das Vertrauen

Eichner hat aber auch erkannt, dass seine Mannschaft einer Blutauffrischung bedarf, die unter Regie des 37-Jährigen aber schon begonnen hat. Der 22-jährige Christoph Kobald in der Innenverteidigung und der noch zwei Jahre jüngere Dominik Kother auf dem Flügel erhielten von Eichner verstärkt und nicht zuletzt auch an den entscheidenden Spieltagen das Vertrauen.

Beide rechtfertigten dieses und dürften auch in den Zukunftsplanungen eine wichtige Rolle spielen. Das könnte auch für Sturmtalent Malik Batmaz nach halbjähriger Ausleihe zum VfB Stuttgart II gelten. Ebenso für den 21-jährigen Janis Hanek, der gerade seinen Vertrag um ein Jahr verlängert hat.

Darüber hinaus wünscht sich Eichner „vor allem mehr Tempo in unserem Spiel“ und diesbezüglich insbesondere Verstärkung für die Außenbahnen. Gelingt es, passende Spieler zu finden, die auch noch nicht am Ende ihrer Karriere stehen, dürften die Karlsruher Chancen intakt sein, kommende Saison nicht mehr die im Schnitt älteste Startelf der Liga zu stellen.

Mit 27,6 Jahren waren die Badener in der abgelaufenen Spielzeit bei Anpfiff der Spiele das älteste Team. Im Vergleich dazu wiesen zehn andere Teams einen Schnitt von unter 26 Jahren auf. Und obwohl diese Statistik nicht über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, würde der KSC die rote Laterne in diesem Ranking gerne abgeben.