KSC: Verstärkt Keanu Staude die Offensive?

Vertrag bei Arminia Bielefeld ausgelaufen

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Dienstag, 21.07.20 | 08:13
Keanu Staude

Steht vor einem neuen Kapitel in seiner noch jungen Karriere: Keanu Staude. © imago images / Kirchner Media

Mit der am gestrigen Mittwoch verkündeten Verlängerung mit Trainer Christian Eichner, der damit auch offiziell vom Interims- zum Chefcoach aufsteigt, hat der Karlsruher SC eine Schlüsselpersonalie geklärt. Zusammen mit Sport-Geschäftsführer Oliver Kreuzer ist Eichner nun in den nächsten Wochen in Sachen Kaderzusammenstellung gefordert.

Dass Eichner unter anderem auf den offensiven Außenbahnen Bedarf sieht und sich dafür schnelle Spieler wünscht, hat der 37-Jährige in den vergangenen Tagen und Wochen mehrfach durchklingen lassen. Und möglicherweise kann der KSC schon zeitnah eine erste Verstärkung für die Flügel vermelden. Denn nach Informationen der Badischen Neuesten Nachrichten weilte am gestrigen Mittwoch mit Keanu Staude ein Akteur zu Gesprächen in Karlsruhe, der ins Raster passen würde.

Der 23-Jährige, der bevorzugt als Linksaußen agiert, aber auch rechts und zentral offensiv eingesetzt werden kann, bringt die Erfahrung aus 83 Zweitliga-Spielen mit sechs Toren und sieben Vorlagen für Arminia Bielefeld mit. In der zurückliegenden Aufstiegssaison der Ostwestfalen spielte Staude indes fast keine Rolle mehr. Einem Startelfeinsatz am ersten Spieltag folgten im Herbst noch vier Einwechslungen, doch seit Oktober kam der frühere U20-Nationalspieler nicht mehr zum Zug.

Erster Wechsel der Karriere steht bevor

Nun ist Staudes Vertrag in Bielefeld am 30. Juni ausgelaufen. Erstmals in seiner Karriere steht der technisch beschlagene Offensivmann, der seit seinem siebten Lebensjahr bei der Arminia ausgebildet wurde, nun vor einem Vereinswechsel. Möglich, dass der Weg nach Karlsruhe führt, wo Staude wohl nicht zwingend für die linke Seite eingeplant wäre, die aktuell mit Marc Lorenz und Youngster Dominik Kother ohnehin doppelt besetzt ist.

Rechts hingegen fehlte in Abwesenheit des lange verletzten Kyoung-rok Choi eine gelernte Alternative. Allrounder Manuel Stiefler und Angreifer Marco Djuricin stellen zwar auch weiterhin Optionen, aber keine Optimalbesetzung dar, zu der Rechtsfuß Staude werden könnte. Allerdings ist auch davon auszugehen, dass es nicht bei einem Neuzugang für die offensiven Außen bleiben wird.