KSC: Was wurde aus den Abgängen 2020?

So läuft es für Fink, Pourié und Co.

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 28.10.2020 | 16:30
Anton Fink, Marvin Pourie und Manuel Stiefler jubeln

Anton Fink, Marvin Pourié und Manuel Stiefler (v.l.n.r.) nahmen im Sommer Abschied vom Wildpark. ©Imago images/Eibner

Der Karlsruher SC ist unter dem Hashtag „KSCmeineHeimat“ auf Twitter unterwegs, diese Heimat verließ im Sommer allerdings eine große Anzahl an Spielern, um bei einem anderen Verein ihr Glück zu finden. Wie läuft es für die Ex-Karlsruher aktuell? Wir checken es in der Übersicht:

Martin Röser:
Beim KSC fand der Offensivmann in der vergangenen Saison kaum Beachtung, beim VfB Lübeck erkämpfte er sich einen Stammplatz und erzielte in den vergangenen beiden Spielen zwei Tore, eins davon mit einem herrlichen Freistoß in den Winkel. Einzig dem VfB half es nichts, die betreffende Partie ging mit 2:3 verloren, weshalb sich Röser mit Lübeck am Tabellenende der dritten Liga wiederfindet.

Tim Kircher:
Der Rechtsverteidiger landete ebenfalls in Lübeck, konnte sich dort allerdings bei zwei Joker-Einsätzen noch nicht durchsetzen. Derzeit fällt er verletzungsbedingt aus.

Damian Roßbach:
Die Gerüchteküche lief im Sommer heiß. Roßbach zum FCK? – das war die Frage, die tagelang gestellt wurde, bevor er auf der Kogge anheuerte. Beim FC Hansa Rostock agiert der Linksverteidiger in der Abwehr-Zentrale, muss allerdings derzeit aufgrund seiner roten Karte gegen Verl zuschauen. Dem FCH macht das nichts: Er versetzte sich jüngst durch ein 5:1 auf Aufstiegsrang zwei.

Justin Möbius:
Der Spielmacher durchlebte beim KSC eine unglückliche Zeit und wagte danach bei Preußen Münster einen Neustart. An den ersten Spieltagen zählte er zum Stammpersonal der Adlerträger, seinen Platz im offensiven Mittelfeld musste er mittlerweile allerdings räumen. So blieb ihm zuletzt nur die Rolle als Ergänzungsspieler.

Benjamin Uphoff:
„Die richtige Adresse für den Sprung in die Bundesliga“ war für Uphoff im Sommer der SC Freiburg. Zum erhofften Zweikampf mit Mark Flekken um den Kampf zwischen den Pfosten kam es allerdings nicht. Der SCF verpflichtete Florian Müller von Mainz 05 nach, der das Gehäuse der Breisgauer hütet. Uphoff saß in allen fünf Bundesliga-Spielen auf der Bank.

Burak Camoglu:
Nach 76 Spielen für den KSC wechselte der einstige türkische Junioren-Nationalspieler zu Hatayspor. Dort ist er bislang eine Ergänzung zum Kader und sammelte seine erste Einsatzminute in der türkischen Süper Lig. Sein Verein aus der südtürkischen Stadt Antakya belegt derzeit Rang 15 der Tabelle.

Marvin Pourié:
Beim KSC spielte der Stürmer keine Rolle mehr und so kann Pourié mit dem FCK einen weiteren Verein der langen Liste seiner bisherigen Stationen hinzufügen. Bei den Roten Teufeln agiert er bisher gewohnt bissig. Seine eigene Formkurve stieg bei zwei Toren in den letzten beiden Partien an, doch mit dem FCK befindet er sich derzeit im Tabellenkeller der 3. Liga.

Mario Schragl:
Der gebürtige Grazer Schragl wechselte einst in die U19 des KSC, konnte sich bei den Profis nicht durchsetzen und agiert seit Sommer als Ersatzkeeper in Großaspach.

Sven Müller:
Oliver Kreuzer bezeichnete Sven Müller bei seiner Verpflichtung 2018 als „großes Torhütertalent“, dessen Potential am Wildpark jedoch nie entfaltet werden konnte. Im Sommer endete die Episode mit dem Wechsel zum Halleschen FC. Dort musste Müller zunächst auf der Bank Platz nehmen. Vor dem sechsten Spieltag nahm HFC-Trainer Florian Schnorrenberg einen Torwart-Wechsel vor, stellte Müller in den Kasten und siehe da: Der HFC gewann dieses und das nächste Spiel mit Müller im Tor.

Marlon Dinger:
Bis Jahresende soll das Eigengewächs Spielpraxis beim 1. FC Bruchsal in der Oberliga BW sammeln. Der Leihspieler stand am 12. Spieltag das erste Mal für Bruchsal auf dem Platz und stabilisierte die Abwehr merklich, wie der 2:0-Sieg zeigte.

Manuel Stiefler:
„Habe ich etwas falsch gemacht?“, fragte Manuel Stiefler auf unserer Schwestern-Seite Liga-Drei.de in Bezug auf seinen derzeitigen Status als vereinsloser Spieler. Dieses Schicksal teilt er mit Änis Ben Hatira, der ehemalige Karlsruher hat ebenfalls noch keinen neuen Verein.

Lukas Grozurek:
Der Offensivmann kehrte nach seiner Leihe zunächst zu Sturm Graz zurück, kickt aber mittlerweile für SKN St. Pölten. Dort zeigt der Trend leicht nach oben: Gegen den LASK stand Grozurek das erste Mal in der Startelf bei den Niederösterreichern.

Anton Fink:
Der Drittliga-Rekordtorschütze bestritt in der vergangenen Saison noch 22 Partien als Einwechselspieler für den KSC, schloss sich im Sommer allerdings dem SSV Ulm an. Bei den Spatzen feuerte er im Landespokal zunächst aus allen Kanonen, ließ es in der Liga bei erst einem Saisontreffer allerdings ruhiger angehen. Als wichtiger Bestandteil der Mannschaft belegt er mit ambitionierten Ulmern derzeit Rang sechs der Regionalliga Südwest.