KSC: Wie Wanitzek torgefährlicher wurde

Sonderschichten mit Bajramovic

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 05.01.2021 | 15:34

Marvin Wanitzek ist auf persönlichem Rekordkurs. ©Imago images/Sportfoto Rudel

Seine Saisontore vier und fünf erzielte Marvin Wanitzek am letzten Spieltag beim Sieg des KSC über die Würzburger Kickers, genauso viele wie in der ganzen letzten Saison. Nur ein Treffer und der Mittelfeldspieler stellt seine persönliche Bestmarke von sechs Toren im Profi-Bereich aus dem Aufstiegsjahr ein.

Wie sein Trainer Christian Eichner verriet, ist die gestiegene Torgefahr das Ergebnis gezielten Trainings. „Wir haben viel mit ihm gearbeitet, insbesondere Assistenztrainer Zlatan Bajramovic hat viel mit ihm gearbeitet, mit Videos, mit Gesprächen. Marvin soll in die torgefährliche Zone durchlaufen, das macht er inzwischen prima. In der 3. Liga hat er am Sechzehner gewartet, hat dann von dort etliche Tore gemacht, jetzt geht er mehr vorne rein“, erklärt Eichner gegenüber KA-News.

Bajramovic weiß wovon er spricht

Die Tipps von Bajramovic kommen nicht von ungefähr, war der Bosnier doch selbst als Profi im zentralen Mittelfeld beheimatet und steuerte in der Saison 2002/03 satte 15 Tore zum Bundesliga-Aufstieg des SC Freiburg bei, schoss auch im Oberhaus noch beachtliche sechs Tore. Auf Schalke war er dann vor allem mit defensiven Aufgaben betraut, sodass er für die „Knappen“ nicht mehr so stark als Torschütze in Erscheinung trat.

Seine Erfahrung gibt er nun weiter. Sein Schüler allerdings scheint auch in anderer Hinsicht von ihm zu lernen: Was Vorlagen angeht wartete Bajramovic nämlich nie mit Spitzenwerten auf. Wanitzek hatte aber genau hier im letzten Jahr seine Stärke mit stolzen zwölf Assists. Aktuell steht diese Statistik bei Null.

Das erklärt sich aber vor allem aus der veränderten Spielweise des KSC. Wurde in der letzten Saison in Ermangelung schneller Spieler noch weniger über außen gespielt, gehen die entscheidenden Pässe nun häufiger aus die Seiten raus, von wo Mittelstürmer Hofmann gefüttert wird. Die Flügelspieler Choi, Kother, Goller und Djuricin kommen so alle schon auf eine Vorlage, Marc Lorenz gar auf vier.