KSC: Wird der Traumstart von 2006 wiederholt?

Karlsruher auf den Spuren des einstigen Erfolgsteams

Marvin Wanitzek jubelt für den KSC

Marvin Wanitzek (vorne) und Co. durften auch zuletzt im DFB-Pokal jubeln. ©Imago images/eu-images

Besser als mit zwei Siegen in der Liga und dem Pokal-Erfolg gegen Hannover 96 hätte für den Karlsruher SC die neue Saison nicht beginnen können. Der letzte Traumstart dieser Art in der 2. Bundesliga datiert aus der Saison 2006/07 als die Badener sogar an den ersten 14 Spieltagen ungeschlagen blieben und am Ende als Meister den Aufstieg feiern durften.

Vor der ersten Pokalrunde, die 2006/07 erst im September ausgetragen und mit einem 3:1-Erfolg bei Tennis Borussia Berlin erfolgreich gestaltet wurde, startete der KSC 2006 mit drei Siegen in der Liga, ehe es gegen den MSV Duisburg (3:3) die ersten Punktverluste gab. Mit einem Sieg nun am Sonntag bei Holstein Kiel könnte der Mannschaft von Trainer Alois Schwartz wie damals der vierte Pflichtspielerfolg am Stück gelingen.

2006/07 kam der Aufstieg in der sechsten Zweitliga-Saison

Dennoch halten sich die Parallelen zwischen 2006 und heute eher in Grenzen. Damals spielte der KSC nach dem direkten Wiederaufstieg im Jahr 2001 seine sechste Saison in der 2. Bundesliga. Unter Trainer Edmond Becker wurde bereits in der Saison zuvor lange im Aufstiegsrennen mitgemischt und letztlich gelang einer über einen längeren Zeitraum gewachsenen Mannschaft der Sprung ins Oberhaus. So kamen vor der Aufstiegssaison mit Maik Franz und Massimiliano Porcello, die zu Leistungsträgern avancierten, sowie mit Sanibal Orahovac nur drei externe Neuzugänge.

Die offensiven Schlüsselspieler Giovanni Federico (19 Tore, 14 Vorlagen), Edmond Kapllani (17 Tore, zwei Vorlagen) und Sebastian Freis (sieben Tore, neun Assists) waren hingegen bereits da und konnten sich in einer funktionierenden Mannschaft entfalten.

Ein eingespieltes und gezielt verstärktes Team freilich besitzt der KSC trotz des gerade erst erfolgten Aufstieges auch diesmal, ebenso wie Offensivspieler, die schon den Nachweis erbracht haben, regelmäßig treffen zu können. Und es ist durchaus auch dahinter ein Gerüst vorhanden, das auf einen weiterhin erfolgreichen Saisonverlauf hoffen lässt.

Träume sind vor allem den Fans darüber hinaus natürlich erlaubt, doch auch weil die Konkurrenzsituation heute eine andere ist als 2006/07 mit den Mitaufsteigern Duisburg und Hansa Rostock sollte man nicht den Fehler machen, vom guten Start falsche Ambitionen abzuleiten.

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