KSC: Wird die Defensive wieder zum Trumpf?

Zwei Spiele in Folge ohne Gegentor

Autor: Johannes Ketterl Veröffentlicht: Montag, 25.05.2020 | 10:00

Benjamin Uphoff

Konnte seinen Kasten zweimal in Folge sauber halten: Benjamin Uphoff. © imago images / Hartenfelser

Nach wie vor stellt sich die Lage des Karlsruher SC nicht wirklich rosig dar, doch immerhin haben sich die Badener am Wochenende vom 17. Platz auf den Relegationsrang verbessert. Zudem konnte der Rückstand auf den VfL Osnabrück und den SV Sandhausen auf jeweils zwei Punkte verkürzt werden, womit gleich mehrere Klubs am rettenden Ufer mit einem Sieg überflügelt werden könnten.

Abgegeben hat der KSC am Wochenende auch einen ligaweiten Negativwert. Weil nach dem 2:0-Sieg gegen Darmstadt 98 auch gegen den VfL Bochum (0:0) hinten die Null stand, stellt die Mannschaft von Trainer Christian Eichner mit weiterhin 46 Gegentoren nicht mehr die schwächste Defensive der Liga. Diese zweifelhafte Ehre gebührt nun dem 1. FC Nürnberg mit 47 Gegentreffern, der überdies die Riege der Teams mit nur zwei Punkten mehr als der KSC komplettiert.

Zwar waren gegen Bochum in einigen Situationen auch eine Portion Glück und ein starker Keeper Benjamin Uphoff nötig, doch ist die Hoffnung vorhanden, dass die Defensive im Endspurt zum Trumpf werden kann - wie es in den letzten beiden Jahren der Fall war. Vergangene Spielzeit gelang auch dank nur 38 Gegentoren in 38 Spielen der Sprung in die 2. Bundesliga und 2017/18 waren es sogar nur 29 Gegentreffer, die auf Platz drei der 3. Liga führten, ehe die Relegation gegen Erzgebirge Aue verloren wurde.

Die Aufstiegsviererkette wiedervereint

Mit Uphoff sowie Daniel Gordon und David Pisot, der vor der Corona-Pause zwischenzeitlich seinen Stammplatz verloren hatte, ist das Herzstück der Erfolgsdefensive der letzten Jahre wiedervereint. Auch Marco Thiede und Damian Roßbach auf den Außenverteidigerpositionen absolvierten vergangene Spielzeit jeweils 37 von 38 Begegnungen und scheinen nach zwischenzeitlichen Fehlzeiten, die im Falle von Roßbach auch verletzungsbedingt waren, wieder gesetzt.

Nach einem halben Jahr Anpassungszeit und auch dem einen oder anderen Personalwechsel soll die bewährte Hintermannschaft nun auch in der 2. Bundesliga dauerhaft zum Bollwerk werden. Und am besten auch am Mittwoch bei Hannover 96 wieder dicht halten, wo allerdings ein offensivstarker Gegner wartet, der dreimal in Folge gewonnen und dabei zehn Tore erzielt hat.